weather-image

Gabriela Kohlenberg tritt nicht wieder an

Springe. Zum Ende dieser Legislaturperiode soll Schluss sein: Nach dann knapp 15 Parlamentsjahren will Gabriela Kohlenberg bei der nächsten Landtagswahl nicht wieder antreten. Das bestätigte die Völksenerin jetzt auf Anfrage.


Der Wahltermin wird voraussichtlich im Januar 2018 sein – also in knapp zwei Jahren. „Ich wäre dann 60“, rechnet Kohlenberg vor und fügt lächelnd hinzu: „Noch nicht zwangsläufig reif für den Ruhestand.“ Ihre Entscheidung sei somit auch keine Altersfrage. „Auch wenn mir die Arbeit derzeit noch großen Spaß macht, habe ich aber das Gefühl, dass es dann reicht.“

Kohlenberg absolviert derzeit ihre dritte Wahlzeit. 2003 hatte sie im Zuge des Regierungswechsels erstmals den Sprung in den Landtag geschafft – als krasse Außenseiterin gegen den damaligen Justizminister Christian Pfeiffer (SPD), der von seiner Partei im Wahlkreis Springe aufgestellt worden war.

Bei der Landtagswahl 2008 konnte Kohlenberg ihren Erfolg wiederholen, gewann den Wahlkreis Wennigsen, Ronnenberg, Hemmingen, Springe als Direktkandidatin. 2013 schaffte die gelernte Krankenschwester dies erneut.

Im Landtag gehört sie derzeit den Ausschüssen für Wissenschaft und Kultur sowie dem Wahlprüfungsausschuss an. Zudem ist sie Mitglied von Präsidium und Ältestenrat.

Vor allem in ihrer Wahlheimatstadt Springe sei sie von der Bevölkerung in all den Jahren immer sehr bei der Arbeit unterstützt worden, betont die gebürtige Nürnbergerin. Dafür sei sie sehr dankbar. Auch die Partei habe immer hinter ihr gestanden. Eigentlich habe sie den Verzicht auf eine erneute Kandidatur deshalb auch erst nach dem Kommunalwahltermin im Herbst bekannt geben wollen.

Kohlenberg ist seit 1987 Mitglied der CDU. Im selben Jahr gründete sie die Frauen-Union Springe, später übernahm sie den Kreisvorsitz der Frauen- Union Hannover-Land. Bis 2002 war sie zudem Vorsitzende des Springer CDU-Stadtverbandes.

Seit 2001 sitzt Kohlenberg außerdem in der hannoverschen Regionsversammlung. Dieses Amt möchte sie auch über die Landtagszeit hinaus behalten. Ihr Name wird sich deshalb im Herbst auf der Liste zur Regionswahl finden – die Springer CDU hatte sie bereits nominiert. Mehr: SEITE 14

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare