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Bürgermeisteramt: Ex-Eldagsener bestätigt Gespräche mit heimischen Sozialdemokraten

Für Meine „wäre Springe sicher eine Option“

Springe (mf). Macht er es, oder macht er es nicht? Detlef Meine will sich noch nicht festlegen, lässt aber Interesse an einer Bürgermeisterkandidatur in seiner alten Heimat erkennen: „Springe wäre sicher eine Option für mich.“


Wie berichtet, gilt der Brandenburger mit Eldagsener Wurzeln derzeit als Wunschkandidat bei vielen Springer Sozialdemokraten. Mit Blick auf die Spekulationen um seine Person gab sich der 56-Jährige auf Anfrage der Neuen Deister-Zeitung zunächst betont überrascht, räumte dann aber ein, mit Parteichef Eberhard Brezski telefoniert zu haben. „Wir haben allerdings über alles Mögliche gesprochen.“

Dass er sich grundsätzlich für geeignet hält, das Kommando im Rathaus zu übernehmen – daran lässt Meine keinen Zweifel: „Ich habe 40 Jahre Verwaltungserfahrung, davon 16 Jahre als Hauptverwaltungsbeamter.“ Auch vom Alter her wäre die Übernahme des Bürgermeisteramtes für ihn kein Problem: „Zehn Jahre könnte ich das durchaus noch machen.“

Über die Entwicklung in Springe hält er sich auch 16 Jahre nach seinem Umzug in den Oder-Spree-Kreis noch immer auf dem Laufenden. Erst kürzlich habe die Springer SPD ihn wegen der Eldagsener Stadtsanierung um Rat gefragt. „Denn wir haben hier in meiner Zeit als Amtsdirektor von Schlaubetal auch schon recht erfolgreich Stadtsanierung betrieben.“ Eine Rückkehr an den Deister sei für ihn bislang kein Thema gewesen, sagt Meine. „Nach fast 20 Jahren fühle ich mich hier in Brandenburg zu Hause.“ Die Entscheidung, ob er seinen Vorruhestand nun womöglich doch aufgeben werde, um in Springe Bürgermeister zu werden, wolle er daher zunächst in Ruhe mit seiner Familie besprechen.

Meine war im vergangenen Jahr nach zwei Amtsperioden als Schlaubetaler Verwaltungschef nicht wiedergewählt worden. Trotz unbestrittener Verdienste um den Verwaltungsaufbau nach der Wende war er in seiner Amtszeit offenbar auch häufiger angeeckt. Von Alleingängen und Fehltritten ist die Rede. Eine Mitgliedsgemeinde seines Amtes hatte 2001 Strafanzeige gegen ihn erstattet, umgekehrt zeigte Meine sechs Jahre später den Bürgermeister des Ortes wegen Untreue an. Beide Anträge wurden von der Justiz jedoch abgewiesen.

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