weather-image
Im Naturschutzgebiet „Ziegeunerwäldchen“ erneuert der Nabu ein künstliches Nest

Für den Storch wird das Bett gemacht

Eldagsen/Gestorf (si). Zwölf Meter hoch ragt das Gerüst in die Landschaft: Zurzeit wird zwischen Eldagsen und Gestorf im Naturschutzgebiet „Ziegeunerwäldchen“ ein Storchennest von Naturschützern komplett erneuert.

270_008_4380660_NABU_repariert_Storchennest3.jpg

Initiator und Träger der Wiederherstellung der im Laufe der Jahre marode gewordenen Anlage ist Thomas Maschke, Vorsitzender des Vereins Biotop-Management-Initiative. Im Teamwork mit dem Naturschutzbund Springe betreut der Salzhemmendorfer seit Anfang seiner Gründung das Naturreservat unterhalb des

Gestorfer Harbergs.

Maschke wollte die Sanierung der Anlage eigentlich schon 2008 in Angriff nehmen. Doch wegen Überflutung sowie dem frühen Wintereinbruch im Vorjahr musste er sie immer wieder zurückstellen. Inzwischen ist sie für ihn zu einer generationsübergreifenden Maßnahme geworden. Denn Maschke wird dabei sowohl von seinem Vater Manfred wie auch von seinem Sohn Christoph tüchtig unterstützt.

270_008_4380659_NABU_repariert_Storchennest.jpg

Auch Eisvögel und Wachtelkönig

Gemeinsam ersetzt die Familie Maschke das ursprünglich auf einem Wagenrad befestigte Storchennest durch ein stabiles Korbgeflecht als Unterbau. Wegen der guten Anflugmöglichkeiten des Turmes werden gleichzeitig auf drei Etagen Nistkästen für Mauersegler und andere Vogelarten angebracht. Deshalb können die drei Naturschützer künftig auch von einer Multifunktionsanlage sprechen. Weil das Naturreservat seit 1998 von 20 auf 25 Hektar erweitert werden konnte, brüten hier inzwischen im Jahr mehr als 160 unterschiedliche Vogelarten, die ein reichliches Nahrungsangebot vorfinden.

Das lockt sowohl den seltenen Eisvogel an die vorbeifließende Haller als auch den sich allgemein rarmachenden Wachtelkönig. Maschkes Hoffnungen konzentrieren sich jetzt besonders auf einen Besuch der Störche im Frühjahr 2011 – hatten sich doch im Vorjahr neben Kranichen und Scharen von Kiebitzen erstmalig auch vier Jungstörche eine Woche lang am Rande des Ziegeunerwäldchens einquartiert. Und dass, obwohl sie noch nicht geschlechtsreif waren.

Die Anlage war 1998 vom Energieversorger „Hastra“ gesponsert worden.

Im Naturschutzgebiet „Ziegeunerwäldchen“ wird das zwölf Meter hohe Storchennest erneuert.

Fotos: si

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare