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Uwe Lampe will Trägerverein gründen, um in der Springer Innenstadt ein Soziales Kaufhaus zu eröffnen

Für den kleinen Geldbeutel

Springe. Barsinghausen hat eins, Bad Münder ebenfalls. Bald soll auch Springe ein Soziales Kaufhaus haben. Zumindest, wenn es nach Uwe Lampe geht. Der ehemalige SPD-Ratsherr ist durch seine Arbeit als Vorsitzender der Springer Tafel darauf aufmerksam geworden, dass es in der Deisterstadt Bedarf nach einer solchen Einrichtung gibt. Dem Tafel-Team seien regelmäßig auch Haushalts- oder Elektrogeräte angeboten worden – die man natürlich nicht annehmen konnte.

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Autor:

von Jennifer Schüller

Lampe ging die Idee nicht mehr aus dem Kopf. Er recherchierte, besuchte ähnliche Läden in der Region und sprach Anfang des Jahres sogar mit dem verstorbenen Bürgermeister Jörg-Roger Hische über seine Absicht, in Springe ein Soziales Kaufhaus zu eröffnen. Der sei von der Idee sofort begeistert gewesen.

Nun hat Lampe sogar die passenden Räume für das Projekt gefunden – die ehemaligen Geschäftsräume des Supermarkts „Plus“ am Niederntor. Das Einzige, was nun noch fehlt, ist ein Trägerverein, der zusammen mit ihm seine Pläne realisieren will.

„Ich kann mir ein ähnliches Konzept wie in Barsinghausen vorstellen“, sagt Lampe. Es sei wichtig, dass das gesamte Sortiment angeboten wird. Möbel, Elektroartikel, Spielzeug – im Grunde alles, was keine Lebensmittel sind.

Das Soziale Kaufhaus soll eine Anlaufstelle für alle sein. Dabei sei es unerheblich, ob jemand bedürftig ist oder nicht. Jeder könne im Sozialen Kaufhaus einkaufen. „Deshalb gefällt mir der Name Bürgerkaufhaus eigentlich noch besser“, sagt der Springer.

Wichtig ist Lampe dabei zu betonen, dass ein solches Geschäft nicht als Konkurrenz zum Kleiderladen oder dem Möbellager fungieren soll, sondern vielmehr als eine Schnittstelle. Beide Einrichtungen wüssten von den Plänen. Ebenso seien Stadt und auch die Springer Werbegemeinschaft informiert. Bislang habe er nur positive Rückmeldungen erhalten.

Und seit kurzer Zeit gibt es auch einen möglichen Standort für das Soziale Kaufhaus. „Ich bin mit dem Vermieter des alten Plus-Markts am Niederntor in Kontakt“, sagt Lampe. Er könne sich vorstellen, die Räume für diesen Zwecke bereitzustellen. „Die Lage ist ideal. Es gibt ein Lager und außerdem gibt es gleich in der Nähe einen Parkplatz zum Verladen“, zählt der Tafel-Vorsitzende auf.

Das Konzept zum Laden selbst basiert dabei darauf, dass Menschen Möbel oder Hausrat, der nicht mehr benötigt wird, aber noch in gutem Zustand ist, an die Einrichtung verschenken. Das Soziale Kaufhaus versieht die einzelnen Artikel dann mit Preisen und verkauft diese wieder. „Daraus generieren sich die Einnahmen“, so Lampe. Auch das Springer Jobcenter ist bereits informiert. Es wird sich bei der Suche nach geeigneten Arbeitskräften engagieren. „Geplant ist, rund 20 Stellen mit Personen aus dem dritten Arbeitsmarkt zu besetzen“, verrät Lampe. Diese Mitarbeiter werden dann auch über entsprechende Modelle des Jobcenters finanziert.

Dazu gehören neben zwei Personen für die Geschäftsführung auch Verkäufer und Fahrer, die beispielsweise Möbel bei den Anbietern abholen. Das Besondere hierbei sei, dass es im Betrieb selbst keine ehrenamtlichen Mitarbeiter gibt. „Die Angestellten bekommen Geld für ihre Arbeit“, stellt Lampe klar. Doch bevor es um diese Details geht, muss ein Trägerverein gegründet werden.

Vier bis fünf Personen hätten bereits Interesse bekundet in einem solchen Verein die Planung zu übernehmen, Mietverträge zu unterschreiben und beim Umbau der Räumlichkeiten zu helfen. „Es wäre klasse, wenn wir vielleicht noch zwei oder drei weitere Menschen für das Projekt begeistern könnten“, sagt Lampe.

Wenn dann alle zusammen richtig anpackten, sei in einem Vierteljahr eine Menge leistbar. Seine Prognose: Eine Eröffnung des Kauhauses ist Anfang nächsten Jahres möglich.

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