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Ortsrat Völksen will Tempo 30 in der Steinhauerstraße durchsetzen

Frust durch Raser und Lärm

Völksen (si). In der Steinhauerstraße wird nach wie vor zu schnell gefahren. Obwohl der Ortsrat Völksen im Rahmen der Schulwegsicherung wiederholt Tempo 30 gefordert hat, bleibt der Erfolg aus, weil angeblich Verkehrszählungen dagegen sprechen. Trotzdem wollen die Kommunalpolitiker am Ball bleiben.

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Auch die jüngste Zählung verlief ergebnislos, wie jetzt in der Ortsratssitzung bekannt wurde. Die Verkehrsbehörde der Region registrierte in der Durchgangsstraße innerhalb von 24 Stunden durchschnittlich 4300 Fahrzeuge. Für eine Tempo-30-Regelung seien aber 5000 notwendig, so Dirk Lucasiewski von der Stadtverwaltung.

Zu Spitzenzeiten von 17 bis 18 Uhr passierten in Höhe Konsumplatz 446 Kraftfahrzeuge die Ortsdurchfahrt bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 42 km/h in Richtung B 217 und 34,8 km/h in Richtung L 461. Somit hätten sich 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer an die vorgeschriebene Geschwindigkeit gehalten. Der Ortsrat sprach sich einstimmig für eine weitere Messung der Höchstgeschwindigkeit in einem anderen Bereich der Straße aus, da beispielsweise im oberen Bereich der Straße, in Höhe Gesenbrink, laut der Feststellung vieler Einwohner zu schnell ins Dorf „gebrettert“ werde.

Ärger gibt es außerdem wegen der noch immer fehlenden Einfädelungsspur zur Bundesstraße 217 in Richtung Springe sowie um wachsenden Straßenlärm vor der Kurve in Richtung Steinkrug. Aus dem Zuhörerkreis der Ortsratssitzung kam der Vorwurf, das Baudezernat Springe würde sich zu wenig darum bemühen, dass diese Gefahrenschwerpunkte von Landes- und Bundesstraßenbauverwaltungen endlich in Angriff genommen würden.

Ihren Ärger wegen des Verkehrslärms macht eine Anliegerin aus der Straße „An der Badeanstalt“ in einem Brief an Bürgermeisterin Sigrid Hachmeister Luft. Das von ihr erworbene Haus grenze unmittelbar an die Zufahrt zur B 217. Sie fordert den Bau einer Lärmschutzwand, weil die Belastungen durch den Verkehr kaum noch auszuhalten seien.

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