weather-image
Ex-Polizist will Ortsbürgermeister der Kernstadt werden / Geschwächte CDU erhält Aufwind

Friedrich fordert Marock heraus

Springe. Ortsbürgermeister Carsten Marock bekommt unerwartet Konkurrenz: Der bisherige Kontaktbeamte der Polizei, Karl-Heinz Friedrich, ist in die CDU eingetreten und bewirbt ums Amt des obersten Repräsentanten der Kernstadt.


Springe. Ortsbürgermeister Carsten Marock bekommt unerwartet Konkurrenz: Der bisherige Kontaktbeamte der Polizei, Karl-Heinz Friedrich, ist in die CDU eingetreten und bewirbt sich auf dem ersten Listenplatz der Partei ums Amt des obersten Repräsentanten der Kernstadt. Auch Sozialdemokrat Marock wurde von der Ankündigung überrascht.

Dass die CDU aus dem Nichts einen so populären Kandidaten für den Ortsrat aufbieten kann, lässt die Mitglieder aufatmen. Die Union zieht geschwächt in den Wahlkampf: Von den bisherigen vier Ortsratsmitgliedern kandidiert nur Tim Schmelzer wieder; auf dem 6. Listenplatz. Sowohl Ulrich Kalinowski als auch Axel Paulig und Fraktionschefin Carola Bloms wollen ihre Arbeit nicht fortsetzen.

„Kalle“ Friedrich hat seine Eintrittserklärung vor vier Wochen unterschrieben: „Ich bin der CDU näher als der SPD. Und der Ortsverband hat mich gefragt.“

Friedrich hatte im Herbst bereits ernsthaft überlegt, fürs Amt des Stadtbürgermeisters ins Rennen zu gehen, dann aber zurückgezogen. Jetzt passe dagegen alles, sagt der 62-Jährige: „Ich möchte mir kein Denkmal setzen. Aber ich wohne seit 62 Jahren in Springe und mich kennt hier jede Milchkanne.“ Seine Erfahrung und seine Kontakte wolle er nutzen, „um mich produktiv für den Ort einzubringen“.

Amtsinhaber Marock reagiert erstaunt – aber gelassen – auf die Aufforderung zum Duell. Er wolle gerne Bürgermeister bleiben und sei überzeugt, dass er in den vergangenen Jahren gute Arbeit gemacht habe, was der Wähler honorieren werde. „Die Hauptsache ist aber, dass Springe vorankommt“ – egal, wer in der allerersten Reihe stehe.

Der CDU-Ortsverband hat seine Kandidatenliste für den Ortsrat zusammengestellt. Sieben Bewerber gibt es. Zusammen mit Friedrich treten an: Claudia Starke (in dieser Reihenfolge), Oliver Groseck, Willi Franz, Dennis Dirschka, Tim Schmelzer, Hans-Joachim Scholz und Hans Pirone. Bei den parteiinternen Wahlen erhielt Willi Franz die geringste Stimmenzahl, die Platzierung auf der Liste bleibt dennoch unverändert.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare