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Freifunk am Bahnhof in Bennigsen

BENNIGSEN. Endlich nicht mehr aufs Datenvolumen achten müssen: Das gilt zumindest für die Besucher des Jugendzentrums „B-Town“ in Bennigsen – und seit Neuestem auch für die Pendler am Bahnhof. Dort können Smartphone-Nutzer nämlich auf der Welle der Initiative „Freifunk in Springe“ kostenlos surfen.

Katrin Lienhard, Leon Plesse (Mitte) und Jörg Niemetz bringen die Außenantenne an. Foto: Hermes
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Sandra Hermes Redakteurin zur Autorenseite

Das „B-Town“, das im einstigen Bahnhofsgebäude zu Hause ist, ist bereits mit Freifunk ausgestattet. Vom dortigen Router aus wird nun auch ein Teil der Bandbreite für die öffentliche Nutzung am Bahnhof abgezwackt. „Per Außenantenne“, erklärt Leon Plesse, Gründer der Initiative.

„Wir können damit 100 bis 150 Meter Reichweite generieren; je nach Endgerät sind es sogar 200 Meter“, sagt er. Schon jetzt werde der Freifunk fleißig nutzt. „Wenn ich mal nachschaue, sind immer zehn bis 15 Nutzer gleichzeitig online.“ Für Pendler sei das ein großer Vorteil, „das verkürzt einfach die Wartezeit.“

Glücklich über die Entwicklung ist auch Katrin Lienhard von der Jugendpflege Springe. „Wir sind die Ersten hier in Bennigsen, die Freifunk anbieten“, freut sie sich. „Die Kinder und Jugendlichen finden es richtig toll, dass sie nun einen kostenfreien Zugang ins W-Lan haben.“

Neben dem Jugendzentrum könnte auch bald in der Süllbergsporthalle frei gesurft werden. „Wir stehen in engem Kontakt mit dem Leiter des Sportrings, Tobias Berger. Er hat sehr deutlich gemacht, dass sich der Sportring beim Projekt Freifunk in Bennigsen einklinken möchte“, sagt Ortsbürgermeister Jörg Niemetz.

Am Mittwoch, 14. Juni, findet um 19 Uhr einen Infoabend im Jugendzentrum zum Thema Freifunk statt. „Wir hoffen natürlich, dass sich möglichst viele uns anschließen und ihren Router zur Verfügung stellen – schließlich soll sich der Freifunk ausbreiten,“ sagt Lienhard.

Im Vorfeld sollen Flyer verteilt werden, die über Sorgen und Ängste aufklären. „Viele machen sich Gedanken darüber, wie sicher die Technologie ist“, sagt Plesse. Doch da kann er schnell Entwarnung geben. „Die eigene IP-Adresse bleibt unsichtbar. Gesurft wird über das Freifunknetz.“

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