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Region soll Grünfläche an der Bahnstrecke bebauen / Auch Fläche am OHG noch im Rennen

Flüchtlingsunterkunft am „Kalkwerk“

Springe. Die Stadt möchte an der Straße „Am Kalkwerk“ eine Flüchtlings-Sammelunterkunft für 100 Bewohner schaffen, um die Unterbringungssituation zu entschärfen. Aber auch andere Flächen sind im Gespräch.


Springe. Die Stadt möchte an der Straße „Am Kalkwerk“ eine Flüchtlings-Sammelunterkunft für 100 Bewohner schaffen, um die Unterbringungssituation zu entschärfen. Das von der Region finanzierte Gebäude soll auf einer Grünfläche nördlich der Bahn, zwischen Getränkemarkt und Übergang Fünfhausenstraße entstehen. Aber auch andere Grundstücke sind weiter im Rennen – etwa eines an der Eldagsener Straße direkt vor dem Otto-Hahn-Gymnasium.

Denn dass es mit der einen Fläche nicht getan ist, davon geht auch der städtische Fachbereichsleiter Clemens Gebauer aus: „Der Bedarf wird erst mal nicht abnehmen.“ Auch deshalb sind Optionen wie die Schützenfest-Flächen rund um das Hallenbad oder ein Grundstück an der Obdachlosenunterkunft Im Reite noch nicht vom Tisch.

Das Grundstück am OHG neben dem Parkplatz hat aus Sicht der Stadt den Charme, dass es umgehend bebaut werden könnte: Dort stand bis vor ein paar Jahren noch ein Wohnhaus, das die Stadt dann aufkaufte und abreißen ließ.

Anders sieht die Lage am Kalkwerk aus: Dort muss der Bebauungsplan geändert werden, weil das Grundstück bislang offiziell als Grünfläche geführt wird. Ein Vorhaben, das die Politik jetzt zügig absegnen soll: Am Dienstag, 23. Februar, bekommt der Planungsausschuss die Papiere auf den Tisch – am 10. März entscheidet dann der Verwaltungsausschuss. Der Ortsrat Springe bekommt die Pläne nur zur Kenntnis.

Finanziert wird der Bau von der Region Hannover: Die hatte wie berichtet einen 100-Millionen-Euro-Topf aufgelegt und die Kommunen um Vorschläge für Flächen gebeten. Diese prüft jetzt ein Architekt.

Eine Rückmeldung stehe noch aus, räumt Gebauer ein – auch für die Fläche “Am Kalkwerk“. Dennoch müsse die Stadt sich frühzeitig auf alle möglichen Szenarien einstellen: „Wir können nicht zu lange auf alle Details warten. Dazu ist die Zeit zu knapp.“ In einem Papier für die Politik mahnt die Stadt nochmal, die Unterbringungsmöglichkeiten in Springe seien „nahezu ausgeschöpft“.

Die geplanten Unterkünfte werden als eine Art Fertighaus und schlüsselfertig errichtet. Die Region übernimmt außerdem den Unterhalt der Gebäude, tritt quasi als Vermieter auf. Die Stadt muss sich um die Betreuung der Bewohner kümmern.

Gebauer hält es für möglich, dass sich die Verwaltung dafür Partner ins Boot holt – wie sie es bei der Unterkunft im früheren Pflegeheim Roddau getan hat. Dort kümmert sich die Rehse-Gruppe aus Bad Pyrmont um die Bewohner. Eine solche Variante sei etwa auch am OHG denkbar.

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