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Fläche für Windkraft soll raus aus dem Programm

LÜDERSEN. Nun hat der Ortsrat Lüdersen es noch einmal mit einem Beschluss während seiner jüngsten Sitzung untermauert: Einstimmig fordern die Kommunalpolitiker die Springer Stadtverwaltung auf, einen Ratsbeschluss umzusetzen und ein gefordertes Normenkontrollverfahren durchzuführen.

Foto: Archiv

Autor:

Anne Brinkmann-Thies

Die Verwaltung blockiere einen Ratsbeschluss vom Dezember letzten Jahres, kritisierte Ortsbürgermeisterin Ursel Postrach. Das Normenkontrollverfahren soll das Ziel haben, die Festsetzung der Vorrangfläche für Windenergie zwischen Lüdersen und Pattensen aus dem Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) herauszunehmen.

Geführt werden solle das Verfahren, um eine fehlerhafte Überprüfung dieses Gebietes nachzuweisen, erklärte Wilfried Haun, der den Antrag für die SPD-Fraktion einbrachte. Eine Überprüfung dieses Areals hätte nämlich vor der Aufnahme in das Raumordnungsprogramm erfolgen müssen. Die Meinung der Stadtverwaltung, das gesamte RROP könne unwirksam werden, widersprach Ortsbürgermeisterin Ursel Postrach: „Uns soll das so weisgemacht werden, es geht aber nur um das kleine Stück der Vorrangfläche für Windenenergie“. Ausschließlich die Festsetzung dieser Vorrangfläche solle im Normenkontrollverfahren behandelt werden, betonte auch Haun. Ute Austermann-Haun (CDU) ergänzte: Deshalb führe das Verfahren auch keinesfalls zu einem Wildwuchs von Windkraftranlagen, wie von der Verwaltung befürchtet. Auf den Hinweis der Verwaltung auf hohe Kosten eines solchen Verfahrens entgegnet der Beschluss des Ortsrats, dass eine Ausschreibung der Rechtsanwalt-Leistungen durchgeführt werden soll.

Am Dienstag, 14. November, beschäftigt sich der Planungs-Ausschuss mit dem Thema.

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