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Warum die Feuerwehr eine Anpassung der Satzung vorbereitet

Fehlalarme sollen teurer werden

Springe. Etwa 25 Mal pro Jahr rückt die Feuerwehr aus, obwohl nicht mehr passiert ist als das: Eine Brandmeldeanlage gibt einen Fehlalarm. Die Ehrenamtlichen müssen aber dennoch los – denn es könnte ja wirklich brennen. Einen Teil der Kosten, die durch solche Einsätze entstehen, müssen die Besitzer der Brandmelder an die Stadt zahlen: 400 Euro sind das – noch. Die Summe wird jetzt neu berechnet. Und wird wohl steigen.

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Brandmeldeanlagen sind, anders als die von Zuhause bekannten Rauchmelder, per Schaltkasten direkt mit der Feuerwehr verbunden. Installiert sind sie in großen Firmen- und öffentlichen Gebäuden, der Einbau ist oft gesetzlich vorgeschrieben. Und auch für den Fall eines Fehlalarms gibt es klare Vorschriften: Die Besitzer der Anlagen müssen zahlen.

Wie hoch der Kostenersatz ist, das regelt jede Kommune selbst. Die Satzung in Springe ist nach Einschätzung der Feuerwehr nicht mehr auf dem heutigen Stand – und die Summe zu niedrig. „Im Gegensatz zu anderen Kommunen in der Nachbarschaft sind die Kosten bei uns relativ gering angesetzt“, sagt Feuerwehrsprecher Torsten Baxmann. Die Kosten fürs Ausrücken der Wehr würden nicht wirklich abgedeckt.

Die Rechnungen für die Feuerwehreinsätze stellt die Verwaltung aus. Durch Fehlalarme, aber auch durch technische Hilfeleistungen, die sich die Feuerwehr berechnen lassen darf, kommen alljährlich über 30 000 Euro in die Stadtkasse.

Bisher spielen dabei die 400 Euro, die für einen Fehlalarm eingefordert werden, eine eher kleine Rolle. Eine Neukalkulation der Einsatzkosten könnte sich aber auch auf die Zahl der Fehlalarme selbst auswirken.

Den Schluss zumindest legt die Argumentation von Verwaltungsmitarbeiter Karsten Kohlmeyer nahe, der für die Feuerwehr zuständig ist: „Die 400 Euro ein paar Mal zu bezahlen, das ist unter Umständen günstiger, als einen Wartungsvertrag mit einem Spezialisten für Brandmeldeanlagen abzuschließen“, ist er überzeugt. Mit der Neukalkulation befasst sich jetzt eine Arbeitsgruppe der Feuerwehr. Sie will ermitteln, welche Kosten und welcher Aufwand durch einen Fehlalarm tatsächlich entstehen. Ihre Überlegungen sollen Grundlage für eine Neuregelung der Satzung bilden.

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