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Einrichtung schließt sechs Wochen und eröffnet im Alten Rathaus neu / Seniorenzentrum bleibt vorerst

Familienbüro zieht ins Hinterzimmer

Springe (mari). Die Tage des Familienbüros am Niederntor sind gezählt: Die Einrichtung zieht in den Sommerferien ins Alte Rathaus, neben die Touristinfo und das Büro von Stadtmanagerin Anike Fritz. Die Kernaufgaben bleiben erhalten, externe Ansprechpartner wie die Seniorenbeauftragte oder die Integrationslotsen können das Büro künftig allerdings nicht mehr nutzen.

Viel Licht, bunte Farben: Das Familienbüro, das noch in einem Laden untergebracht ist, ist mehrfach ausgezeichnet worden.  Foto:

Die Verlegung ist ein Rückschritt. Das räumt auch Sozialdezernentin Dagmar Wiese-Cordes ein. Das Familienbüro war im Oktober 2007 in einem lichtdurchfluteten Fachwerkhaus am Niederntor eröffnet worden. Das Land übernahm die Hälfte der anfallenden Kosten und bezeichnete die Idee, ein leer stehendes Ladenlokal zur zentralen Anlaufstelle für alle Familien umzubauen, immer wieder als innovativ. Doch jetzt läuft das Förderprogramm aus.

Allein könne die Stadt das externe Büro nicht betreiben, verweist Bürgermeister Jörg-Roger Hische auf die Stadtkasse. „Uns ist wichtig, dass wir das Angebot überhaupt erhalten können“, ergänzt Fachdezernentin Wiese-Cordes.

Statt 100 Quadratmetern steht den Mitarbeitern künftig eine nicht einmal halb so große Fläche zur Verfügung. Die Einladung an Vereine und Gruppen, sich dort treffen zu können, fällt komplett weg. Auch die Öffnungszeiten werden zusammengestrichen.

Am 30. Juni schließt das Familienbüro am alten Standort. Erst am 15. August macht es im Alten Rathaus auf: Zwei Wochen sind für den Umzug eingeplant, anschließend geht die wichtigste Mitarbeiterin in Urlaub.

Der derzeit nicht besonders einladende Eingangsbereich des Alten Rathauses wird weder renoviert noch umgebaut. „Dazu werden wir erst kommen, wenn das Bürgerbüro in das Gebäude kommt“, erklärt Hische. Das ist zwar politisch gewünscht, aber noch ferne Zukunftsmusik.

Das Familienbüro zieht in die untere Etage des Alten Rathauses. Es wird neben dem Zimmer der Stadtmanagerin und gegenüber der Tourist-Info liegen. Zum Hauptraum gehört ein Besprechungszimmer, das sich das Familienbüro und das Stadtmarketing teilen sollen.

Mit der Verlegung des Familienbüros ändert sich auch die Situation für das Seniorenzentrum. Zwar müssen der DRK-Ortsverein und die Awo, die im großen Saal viermal wöchentlich ein Programm für ältere Bürger anbieten, das Gebäude (noch) nicht verlassen. Sie müssen ihren bisherigen Skatraum und ihr Lager räumen. Die Küche teilen sie sich künftig mit der Stadt.

Sobald das Bürgerbüro konkret wird, benötigt die Stadt auch den großen Saal. Bürgermeister Hische freut sich, mit den Senioren eine Zwischenlösung gefunden zu haben. „Diese Übergangszeit wird aber nicht endlos sein“, unterstreicht er.

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