weather-image
Nach der Wahl ist vor dem Wahlkampf: Bürgermeister-Kandidaten bringen sich in Position

„Es wird keine Schlammschlacht geben“

Springe (zett/mf). Der Kandidat ist gewählt, der Bürgermeister aus der Partei ausgetreten. Für CDU-Stadtverbandschefin Anette Henkels ist klar: „Der Startschuss für den Wahlkampf ist gefallen.“ Sie kündigte gegenüber der NDZ eine „Auseinandersetzung auf sachlicher Ebene“ an – „es wird keine Schlammschlacht gegen Jörg-Roger Hische geben“.


Dessen Kontrahent Friedrich Woltmann ist nach seiner Wahl erleichtert, dass das „Rumgeeiere“ ein Ende hat, wie er sagt: „Vieles ist wiederholt diskutiert worden, bei jeder Gelegenheit sind alte Geschichten auf den Tisch gekommen.“ Beim Blick auf die Konkurrenz übt er Zurückhaltung: „Was andere machen, wissen wir nicht. Bei der SPD gibt es ja die bekannten Probleme.“ Woltmann will aber auch nicht ausschließen, sich als Kandidat von anderen Parteien unterstützen zu lassen. Insbesondere die FDP war zuletzt von einem möglichen Mittragen Hisches wieder etwas abgerückt. Und: Wie CDU-Chefin Henkels ist sich auch Woltmann noch gar nicht so sicher, ob der amtierende Bürgermeister trotz dessen Beteuerungen tatsächlich sein Konkurrent wird: „Man muss abwarten, ob er wirklich antritt.“

Hische indes lässt da keinen Zweifel aufkommen – und macht schon mal deutlich, wie er seinen Wahlkampf führen will. Anders als andere Bewerber wolle er „keine großen Versprechungen machen. Ich spare mir starke Sprüche.“ Gemünzt ist dies offenbar in erster Linie auf SPD-Mann Heinz Bähre, der im Fall seiner Wahl bereits einen knallharten Sparkurs angekündigt hat. „Die Entscheidungen trifft allein der Rat“, stellt Hische klar – „und da habe ich auch nur eine von 37 Stimmen.“

Dass CDU-Ratsherr Hartmut Rieck im kommenden Wahlkampf offensiv für Woltmann-Konkurrent Hische die Werbetrommel rühren will, ficht Henkels indes nicht an, ein parteischädigendes Verhalten sieht sie erst recht nicht: „Herr Rieck hat sich zu keinem Zeitpunkt negativ über die CDU und über Herrn Woltmann geäußert.“ Gegenwind aus den eigenen Reihen, glaubt Henkels, „den muss eine Partei aushalten“.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare