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Ortsrat zieht positive Bilanz zur nächtlichen Temporeduzierung auf der Langen Straße

„Es ist tatsächlich leiser“

Eldagsen. Seit einigen Wochen können die Anwohner an Eldagsens Ortsdurchfahrt ein bisschen ruhiger schlafen: Stadt und Land haben auf einem Teilstück der Langen Straße Tempo 30 verordnet – zumindest zwischen 22 und 6 Uhr. Der Ortsrat ist nach Gesprächen mit den Betroffenen nicht unzufrieden: „Es ist fast unglaublich – aber es hat sich tatsächlich beruhigt“, sagt Eldagsens Bürgermeister Ralf Burmeister.

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VON CHRISTIAN ZETT

„Natürlich hält sich nicht jeder an Tempo 30“, räumt Burmeister ein: „Aber wenn jetzt schon jemand nur noch 45 statt 70 fährt, ist uns allen schon geholfen.“ Im Vorfeld hatte die Politik gefordert, die nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung müsse mit entsprechenden Kontrollen auch forciert werden. Doch Personal, Geräte und Geld sind knapp.

Trotzdem scheine die Begrenzung zu wirken, sagt Burmeister. Dass deshalb die Chancen auf ein Limit auch tagsüber – wie es etwa Gestorf zuletzt vergeblich gefordert hatte – steigen, glaubt der Politiker aber nicht. Der Grund für den Erlass seien nicht die Raser und eine mögliche Sicherheitsgefährdung gewesen, sondern der Lärm: Der prallt aus Sicht des Landes von den an der Langen Straße eng gebauten Häusern ab und überschreitet zumindest nachts die vorgeschriebenen Grenzwerte. Tagsüber ist es dagegen aus Sicht des Landes nicht zu laut. Auch gilt die Straße als Landesstraße – die für den überregionalen Verkehr zu wichtig ist, um sie entscheidend einschränken zu können.

„Wir müssen realistisch bleiben“, mahnt denn auch Burmeister. Deshalb rechnet er erst mal auch nicht damit, dass sein großer Wunsch absehbar in Erfüllung geht: die Ausweitung des Tempolimits auf die komplette Ortsdurchfahrt.

Bislang müssen Autofahrer nur im Stadtkern auf die Bremse treten. Wer westlich oder östlich am Eldagser Rand wohnt, schaut in die Röhre. Einen entsprechenden Antrag des Ortsrats hatten Polizei und Straßenbehörde zurückgewiesen: Die Häuser stünden dort nicht dicht genug, um den Verkehrslärm entscheidend zurückzuwerfen und so zu verstärken.

Aufgeben will Burmeister trotzdem nicht: „Wir wollen da dran bleiben.“

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