weather-image
24°
Die Springer Florian Lachendro und Kira Steinkühler leben mit etwa 20 Reptilien in ihrem Haus

„Es ist die Exotik, die man sich ins Wohnzimmer holt“

Springe (zett). „Ich möchte mir ein Chamäleon kaufen.“ Vor gut fünf Jahren, da sprach Florian Lachendro auf einer Party diesen entscheidenden Satz. Gehört hat ihn auch Kira Steinkühler, die Lachendro zwar noch nicht kannte, aber den gleichen Wunsch hegte. Heute lebt das Paar in einem Haus in Springe – und mit ihm nicht nur Chamäleon „Shadow“, sondern auch zahlreiche weitere Reptilien und Amphibien in insgesamt sieben Terrarien.

270_008_4386656_Perhaps_Pogona_vitticeps_Bartagame_.jpg

Neun verschiedene exotische Arten haben die 25-Jährigen zuhause – darunter Eidechsen, Leguane, Frösche, Geckos, Echsen, aber auch zwei Königspythen. „Es ist die Exotik, die man sich ins Wohnzimmer holt“, beschreibt Steinkühler die Faszination, die von den Tieren ausgeht. Die Springer reisen gerne – und entdecken in ihren Urlaubsländern immer wieder die Reptilienarten, die sie auch zuhause halten. In den heimischen Terrarien der Tierfreunde sind inzwischen alle fünf Kontinente vertreten – eine wahrlich internationale Auswahl.

Bis vor Kurzem haben die Reptilienfans auch noch Echsen und Geckos gezüchtet. Und haben gemerkt, wie es bei der Haltung dieser Tiere in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom gegeben hat – über den sie sich aber nicht nur freuen. „Viele Zoofachgeschäfte verkaufen die Tiere inzwischen auch – mit oft unterirdischer Beratung“, ärgert sich Lachendro. Aber auch die Halter informierten sich häufig nicht ausreichend. „Ein Reptil ist kein Kaninchen“, sagt der Springer – und erinnert sich mit Grausen an eine Kundin, die eine 50 Zentimeter lange Bartagame in einer kleinen Plastikkiste halten wollte. Die exotischen Tiere, da sind sich Lachendro und Steinkühler einig, sind ein teures Hobby: Terrarien, Beregnungsanlagen, Pflanzen, die richtige Beleuchtung, Bodenmaterial, die Kosten für Spezialtierärzte – und natürlich die lebenden Insekten, die Lieblingsspeise der Reptilien. „Zu Bestzeiten haben wir hier in zwei Wochen 300 Heuschrecken verfüttert“, erinnert sich Lachendro. Aber auch den Stromverbrauch jagen die Terrarien in die Höhe – bis zu 15 Euro mehr im Monat kostet nur eine einzige Behausung, schätzen die beiden Springer.

„Shadow“, mit dem alles anfing, ist übrigens nicht das einzige Tier, das bei Florian Lachendro und Kira Steinkühler einen Namen bekommen hat. Auch die Bartagamen „Sunset“ und „da Vinci“ oder die Schlangen „Mambo“ und „Tiffy“ kommen in diesen Genuss. Der kleine, grüne Baumsteigerfrosch heißt natürlich „Kermit“. Und ein bisschen romantisch wird es bei den Geckos „Romeo“ – und „Fanta“.

270_008_4386647_Kermet_Leptopelis_ulugurensis_Waldsteige.jpg
270_008_4386657_Mambo_Python_Regius_Koenigspython_.jpg
270_008_4386653_Shaddow_Chamaeleon_calyptratus_Jemencham.jpg
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare