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Polizeikommissariat legt Unfallstatistik für 2010 vor / Erfreuliche Entwicklung

Erstmals kein Verkehrstoter

Springe (mf). Das ist eine wirklich gute Nachricht: Im vergangenen Jahr hat kein einziger Mensch auf Springes Straßen sein Leben verloren. Das habe es mindestens seit 1998 – so weit reichen die Aufzeichnungen der Verkehrsunfallstatistik zurück – nicht mehr gegeben, teilte Polizeikommissariatsleiter Achim Bense gestern sichtlich zufrieden mit.

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In den Vorjahren waren durchschnittlich fünf Verkehrstote im Zuständigkeitsbereich des Kommissariats, zu dem auch Pattensen gehört, zu beklagen. Eine Erklärung für die erfreuliche Entwicklung haben weder Bense, noch Einsatzdienstleister Lutz Fricke und Verkehrssachbearbeiter Uwe Grupe. Allerdings: Die Unfallzahlen gingen 2010 insgesamt runter. Verzeichnete die Polizei im Jahr 2009 noch 819 Einsätze, waren es jetzt nur noch 782, was einem Rückgang von 4,5 Prozent entspricht. Die Zahl der Schwerverletzten sank von 41 auf 31. 169 Menschen wurden leicht verletzt, das sind 23 weniger als im Jahr zuvor.

Ungefähr jeder achte Unfall ereignete sich unter Beteiligung von Wild – angesichts der großen Waldflächen auf Springer Stadtgebiet nicht weiter verwunderlich.

Als Unfallhochburg gilt weiterhin die Gemarkung Gestorf. Hier hat Grupe gleich mehrere Unfallschwerpunkte ausgemacht: So krachte es allein 15 Mal auf der Kreisstraße 216, fünf Mal an der Abzweigung von der B 3 zur Landesstraße 460 und acht Mal an der Kreuzung von L 422 und K 216, also an der Gestorfer Ortseinfahrt aus Richtung Völksen kommend.

Eine der Hauptunfallursachen bleibt Alkohol am Steuer. „Hier werden Kontrollen auch 2011 einen besonderen Stellenwert der polizeilichen Arbeit einnehmen“, kündigt Fricke an.

24 Unfälle führten die Ermittler im vergangenen Jahr darauf zurück, dass sich Fahrzeugführer betrunken hinters Steuer gesetzt haben – ein Plus von gut 20 Prozent. Weitere 51 Mal guckten Fahrer zu tief ins Glas, ohne dass es krachte. Darüber hinaus erwischte die Polizei acht Drogensünder, einer von ihnen verursachte unter Rauscheinwirkung einen Unfall.

Leicht rückläufig waren 2010 die Verkehrsunfallfluchten: In 179 Fällen entfernten sich Verursacher unerlaubt vom Ort des Geschehens, ohne sich um den angerichteten Schaden zu kümmern. 63 Mal gelang es der Polizei immerhin, die Betreffenden zu ermitteln. „Für die Opfer sind diese Delikte sehr ärgerlich, weil sie in der Regel auf ihrem Schäden sitzen bleiben“, weiß Einsatzdienstleiter Fricke.

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