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Erstes X-Wing-Turnier in Springe

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Autor

Saskia Helmbrecht Volontärin zur Autorenseite

SPRINGE. Eine galaktische Weltraumschlacht lieferten sich gestern rund zehn Teilnehmer bei dem ersten X-Wing-Turnier in Springe. Organisator Andreas Isleif erklärt im Interview, worum es bei dem Wettkampf geht.

 

Die erste – und wahrscheinlich naheliegendste Frage: Was ist überhaupt ein X-Wing-Turnier?

Isleif: Ein X-Wing Turnier ist ein Wettkampf, bei dem die Teilnehmer beim „Star Wars X-Wing“ Miniaturen-Spiel gegeneinander antreten. Dabei handelt es sich um ein taktisches Weltraum Tabletop-Spiel, bei dem die Spieler die Kontrolle über die bekannten Raumschiffe aus dem Star Wars Universum übernehmen.

 

Sie sagen ein „Tabletop-Spiel“: Was kann man sich darunter vorstellen?

Als Tabletops bezeichnet man eine ganze Reihe von Strategiespielen, die mit als Miniaturen bezeichneten Spielfiguren gespielt werden, die meistens aus Kunststoff oder Zinn bestehen. Allen Tabletops ist gemein, dass sie ohne ein vorgegebenes Spielbrett gespielt werden, sondern auf einer, je nach Art des Spiels, besonders dekorierten Tischfläche. Die meisten Tabletops bedienen sich eines bekannten historischen oder fiktiven Hintergrunds, in dem die Handlung eingebunden ist. Tabletops gibt es in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichem Anspruch an die Spieler.

 

Was ist der besondere Reiz des Spiels und wie lauten die Regeln?

Bei X-Wing geht es vereinfacht gesagt darum, mit seinen Raumschiffen die des Gegners auszumanövrieren und sich so in eine günstige Angriffsposition zu bringen. Das besondere an X-Wing ist dabei, dass beide Spieler gleichzeitig ihre Manöver im geheimen planen und dann nacheinander ausführen. Man weiß also nie genau, was der Gegner vorhat und ich denke, das macht unter anderem den Reiz des Spiels aus.

 

Wie groß ist der Hype um Star Wars? Hat die Begeisterung in den vergangenen Jahren eher zugenommen?

Star Wars ist seit dem Erscheinen des ersten Kinofilms ein popkulturelles Phänomen wie vielleicht kein Anderes. Mit dem Auftakt der mittlerweile dritten Film-Trilogie wurde Star Wars einer weiteren Generation von Fans näher gebracht. Und das dürfte der entscheidende Punkt für die Beliebtheit des Franchise sein. Die ursprünglichen Liebhaber der ersten Filme sind die Eltern der Fans von heute. Star Wars ist damit unlängst zu einem Generationenübergreifenden Phänomen geworden. Die Beliebtheit von Star Wars und dem dazugehörigen Fanmaterial ist heute daher sicher größer als je zuvor.

 

Tabletop ist generell kein günstiges Hobby, oder?

Die benötigten Figuren und das Zubehör können tatsächlich ganz schön ins Geld gehen. Anfängern kann man daher nur raten, nicht zu gierig zu werden und gleich zu Anfang alles haben zu wollen, was es für ein Spiel zu kaufen gibt. Am besten lässt man sich von einem Veteranen bei seinen ersten Einkäufen beraten. Eine Sammlung kann auch im Laufe der Jahre langsam wachsen.

 

Kann man sich bei dem Spiel auch eigene Szenarien basteln?

Neben den klassischen symmetrischen Duellen existieren bereits eine ganze Reihe verschiedener Szenarien, die alle unterschiedliche Herausforderungen bieten. Mit ein wenig Fantasie kann X-Wing auch wirklich erinnerungswürdige Geschichten erzählen, in dem man zum Beispiel mehrere Mission zu einer übergreifenden Kampagne zusammen fügt.

 

Was hat es mit dem sogenannten Repainting auf sich?

Obwohl die Figuren fertig bemalt sind, und man nach dem Auspacken sofort losspielen kann, wollen manche Spieler lieber ihre persönliche Note einbringen und lackieren die Figuren selbst neu. Da sind den eigenen Entfaltungsmöglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Da in den vergangenen Jahren bereits die unterschiedlichsten Raumschiffe aus den verschiedenen Epochen des Star-Wars-Universums erschienen sind, kann sich jeder Spieler seine ganz persönliche Lieblingsstaffel zusammenstellen. Um die Spiele dabei fair und interessant zu gestalten, ist jedem Schiff ein Punktwert zugewiesen und man einigt sich mit seinen Mitspielern auf einen Gesamtpunktwert, den die Staffel nicht übersteigen darf. Je mächtiger die eigenen Schiffe, desto weniger davon kann man einsetzen. Dabei können die unterschiedlichen Möglichkeiten ein wenig verwirrend werden. Squad-Builder sind kleine Programme, die dabei helfen, die eigene Sammlung zu verwalten und Staffeln zu erstellen.

 

Gibt es in Deutschland eine rege Turnierszene?

Für X-Wing und andere Tabletops gibt es in Deutschland und Europa sogar eine sehr aktive Turnierszene. Es vergeht wohl kaum ein Wochenende, an dem nicht irgendwo in Deutschland mindestens ein Turnier veranstaltet wird.

 

Welche anderen Tabletop-Spiele sind aktuell beliebt?

X-Wing hat in den vergangen Jahren einen großen Popularitätsschub erlebt und gehört aktuell zu den beliebtesten Spielen seiner Art. Aber auch die Klassiker wie Warhammer 40.000, Bolt Action und Flames of War erfreuen sich nach wie vor einer großen Beliebtheit.

 

Wie kamen Sie auf die Idee, im Rahmen der Ferienaktionen ein Turnier in Springe zu organisieren?

So ein Turnier ist eine gute Gelegenheit neue Spieler aus der Region zusammenzubringen und ganz allgemein die Bekanntheit des Spiels und unseres Clubs noch weiter voranzubringen.

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