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Erstes Eldagser Oktoberfest: Hinter den Kulissen

ELDAGSEN. Wenn Eldagsen feiert, dann richtig. Mit 450 Besuchern am Sonnabend war die Premiere des Oktoberfestes ein Riesenerfolg. Wer die Turnhalle betrat, wähnte sich auf der Wiesn — der Deister-Wiesn eben: Dirndl, Lederhosen und karierte Hemden so weit das Auge reichte. Wie haben die Veranstalter den Abend erlebt?

Das Feiern ist den Eldagsern der liebste Sport: Die Dorfturnhalle als Deister-Wiesn. Fotos: Szabo

Autor:

Patricia Szabo

Es schien als hätten die Eldagsener nur darauf gewartet, sich in bayerische Trachten zu werfen und loszufeiern. An weiß-blau dekorierten Tischen vor ebensolchen Wänden ließen die Gäste es sich gut gehen, mit Haxen auf dem Tellern und Maßkrügen in der Hand.

Ob mit diesem Abend eine neue Eldagser-Gepflogenheit in den Jahreskalender einzieht? Die Organisatoren Tim Schwenger und Magnus Böhnsch stapeln an diesem Abend noch tief. „Wir wollten das einfach mal ausprobieren“, sagt Schwenger. Mit der Premieren-Planung hätten er und sein Kompagnon im Nebenerwerb, Magnus Böhnsch, bereits im April begonnen. — Einer spontanen Idee folgend und ausnahmsweise gänzlich ohne Impuls eines Eldagser Vereins. Dabei hätten die beiden in Bürgermeister Christian Springfeld allerdings von Anfang an einen begeisterten Befürworter der Veranstaltung gehabt. „Das ist gar nicht so selbstverständlich“, hob Böhnsch hervor.

Für die musikalische Untermalung mit Lokalkolorit sorgten gleich zu Anfang die Alvesroder Deistermusikanten — in volkstümlich-bayerischer Schale ausnahmsweise und mit passendem Oktoberfest-Repertoire. Schon zu diesem Zeitpunkt hält es kaum einen auf seinem Platz, es wird geschunkelt und kräftig mitgesungen. Dann: Bühne frei für die „Dreamgirls, die sich mit ihren bunten Dirndln und geflochtenen Haaren als echter Hingucker erwiesen.

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Kaum war das Essen abgeräumt, übernahmen ab 21 Uhr waschechte Bayern die Unterhaltung. „Die heizen euch richtig an“, kündigte Tim Schwenger die Schlawiner an. Dabei war es keineswegs eine Gefälligkeit der Augsburger, einen Gig am Deister einzuplanen. Im Gegenteil: Sie hatten sich bei den Veranstaltern beworben und gegen etliche Konkurrenten im Auswahlverfahren durchgesetzt.

Die Eldagser selbst, viele Sponsoren und auch Gäste aus den Ortsteilen hatten der Veranstaltung kräftigen Vertrauensvorschuss eingeräumt. Die meisten Karten waren im Vorverkauf weggegangen wie ofenwarme Brezeln.

Je später der Abend in der knackig vollen (Fest-)Halle, desto ausgelassener wurde die Stimmung. Rund 1500 Liter Bier flossen an diesem Abend in der Turnhalle. Eine Schlachterei aus Diekholzen verköstigte die Gäste. 350 Brezeln und ebenso viele Schweinshaxen, Leberkäse und kalte Platten umfasste die Lieferung. Bei allem Aufwand stand am Ende der Gaudi die Lust auf mehr. Ein paar Besucher stießen schon mal beherzt auf eine Fortsetzung an. Frei nach dem Motto: Oans, zwoa, weiter so!

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