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Trotz Problemen: Bauzeit und Kosten bleiben im Rahmen / Tempo 100 auf vier Spuren erlaubt

Endlich wieder freie Fahrt – nach 15 Monaten Bauzeit

Springe (ric). Es war die Mammutbaustelle schlechthin – jetzt sind die Arbeiten nach 15 Monaten und fünf Tagen abgeschlossen: Die Bundesstraße 217 an der Ortsumgehung Springe ist für sechseinhalb Millionen Euro saniert worden. Ein Rückblick.

Freie Fahrt auf vier Spuren: Die Bundesstraße 217 – hier e

Am Anfang war der Unmut groß: Für rund 16 000 Fahrer täglich bedeutete die Maßnahme auf der Hauptverkehrsstraße ab dem 20. Juli 2009 vor allem eines: Geduld mitbringen. Statt Tempo 100 war zum Teil 30 angesagt, statt vier Spuren gab‘s monatelang nur zwei. Eine zweitägige Komplettsperrung sorgte zwischendurch für richtig Ärger, weil der Verkehr über kleine Nebenstraßen ausweichen musste. Alle Auf- und Abfahrten wurden verbessert, Beschleunigungsspuren erneuert und für mehr Sicherheit ausgebaut. Auch deshalb verirrten sich Auswärtige regelmäßig in der Deisterstadt.

Weil Fahrer ständig über Mittelschwellen gerieten, verrutschten diese und stellten die Experten der Verkehrssicherung regelmäßig auf die Probe. Die Strecke, die täglich von 700 Lastwagen benutzt wird, war für einen längeren Zeitraum für breite Fahrzeuge gesperrt. Hinzu kamen während der Bauphase umfangreiche Baumpflegeeinsätze. Und: Allen Tempolimits zum Trotz raste im Februar ein 21-Jähriger mit knapp 160 Sachen durch die 30er-Zone – weil er angeblich ganz schnell auf die Toilette musste.

„Mit der Verkehrsführung in diesem Jahr bin ich sehr zufrieden gewesen“, sagte gestern Markus Brockmann, Leiter der Straßenbaubehörde. Sowohl der Zeitplan als auch der Kostenrahmen seien eingehalten worden. Die B 217 wurde grundsaniert, bekam einen neuen Belag und Entwässerungsanlagen und neben den neuen Auffahrten auch eine Mitteltrennung. Mehr als Tempo 100 wird aber auch in Zukunft nicht erlaubt sein, sagt Brockmann. „Aufgrund der Kurvenradien ist das nicht möglich.“ Die Strecke soll nun, nachdem in diesen Tagen letzte Löcher wasserdicht verschlossen werden, für die kommenden 15 Jahre halten. Mindestens. So lange erhofft sich Brockmann Ruhe auf der B 217 – und tausende Pendler werden seiner Meinung sein.

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