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Eldagsener Straße: Land stopft erste Löcher

SPRINGE. Die Landesstraßenbehörde hat ihr Versprechen eingelöst: Am Mittwoch wurden die größten Schlaglöcher auf der Eldagsener Straße geflickt. Doch es gibt auch eine schlechte Nachricht.

Nicht von Dauer: Mal gibt’s Frost, dann taut’s wieder. Wie lange das Kaltmischgut in den Schlaglöchern das Wetter mitmacht, ist unklar. Möglich ist, dass nach nur wenigen Tagen die Schadstellen wieder aufbrechen. FOTO: HELMBRECHT
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Damit sich aber überhaupt etwas tut, hatte die zuständige Straßenmeisterei Wennigsen auf der vielbefahrenen Straße ein sogenanntes Kaltmischgut verwendet. Doch das, sagen die Fachleute, könne je nach Witterung und Verkehrsaufkommen sowohl wenige Tage als auch ein paar Wochen halten. Heißt also: Autofahrer dürfen weiter nur Tempo 10 fahren. Die Stadt hat der verkehrsbehördlichen Anordnung bereits zugestimmt.

„Die Gefahr ist zu groß, dass die Löcher in kurzer Zeit wieder aufbrechen“, begründet Ordnungsamts-Chef Werner Mosch. Die Sicherheit gehe vor. Mit dem groben Stopfen der Schadstellen auf der Eldagsener Straße sei die Stadt aber erst einmal zufrieden: „Mehr kann man gerade nicht machen.“

Ausgebessert wurde die Straße vor allem im Bereich der B 217-Brücke. Wie schnell die Löcher wieder aufbrechen, hänge sowohl vom Wetter, als auch vom Verkehrsaufkommen ab, sagt ein Mitarbeiter der zuständigen Straßenmeisterei.

Bevor die große Sanierung im Sommer startet, sei es also sehr wahrscheinlich, dass erneut geflickt werden müsse. Nach acht bis zwölf Wochen sei aber spätestens ein Nachbessern nötig – günstig sei das nicht, weiß der Mitarbeiter. „Pro Loch werden zwischen zehn und 15 Eimer benötigt, einer kostet 25 Euro.“

Das Land hat aber nicht nur angekündigt, die Straße kurzfristig auszubessern, sondern während der Sommerferien die gesamte Fahrbahn nachhaltig zu sanieren. Die gute Nachricht: Bereits ab Höhe Jagdschloss soll dann die Oberfläche erneuert werden.

Auch dort gilt schon länger wegen der Schäden bereits Tempo 50 statt 70. „Die Oberfläche ist rissig, sodass Wasser in den Unterbau eindringt, das führt dazu, dass die Straße komplett kaputt gehen kann“, kündigt Fabian Schulze von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr an.

Wenn dieses Problem im Sommer gelöst wird, können Autofahrer auch dort wieder schneller fahren: „Die Landesstraße 461 wurde in einer Sammelausschreibung für mehrere Ortsdurchfahrten aufgenommen, an denen das Tempo bereits reduziert wurde“, erklärt Schulze. Dieses Verfahren habe sich im vergangenen Jahr bewährt. Die Straßenmeisterei in Wennigsen räumt aber auch ein, dass es eine Vielzahl von kaputten Landesstraßen im Bereich von Springe gebe: „Da ist noch einiges offen.“

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