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Eldagsen kämpft um einen Radweg

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VON CHRISTIAN ZETT

Der Radweg soll Alferde und Eldagsen verbinden. Die Politik hat jetzt noch mal einen neuen Anlauf gestartet.

Dabei, sagt Alferdes Ortsbürgermeister Uwe Metz, feiere man fast schon ein Jubiläum: Seit drei Jahrzehnten bemühen sich beide Orte, die Situation für Radfahrer an der vielbefahrenen L 461 entlang zu verbessern: „Wir haben Anträge gestellt; es gab sogar schon mal Grunderwerb.“ Politiker aus Stadt, Landkreis, Region, Land und Bund hatten das Thema schon mal auf den Tisch. Doch der entscheidende Durchbruch – blieb aus.

Gemeinsam mit seinem scheidenden Eldagser Bürgermeisterkollegen Ralf Burmeister hat Metz nun noch einmal einen Antrag gestellt. Burmeister erinnert sich ebenso an die wechselvolle Geschichte des Radwegs: Es habe, so der CDU-Mann, sogar mal einen Radwanderweg von der Nordsee zum Harz geben sollen: „Aber unsere drei Kilometer hier fehlten.“

In dem Antrag an die Stadt, den beide Ortsräte einstimmig verabschiedeten, heißt es: Die Verwaltung möge sich „umgehend und unverzüglich“ beim zuständigen Land für den Bau einsetzen und „alle bereits bekannten Argumente vortragen“. Es ist eine Art Mit-der-Faust-auf-den-Tisch-hauen mit Worten.

Für die Politiker geht es nicht nur darum, bequemer per Rad den Nachbarn erreichen zu können: Die Nutzung der Landesstraße sei im Laufe der Jahre auch durch den zunehmenden Schwerlastverkehr immer gefährlicher geworden. Akzeptable Alternativstrecken fehlten ebenso.

Sogar die Option, den Radweg mit Geldern der Stadt bauen zu lassen, bleibt in dem Antrag nicht unerwähnt – wenn den Ortsräten auch klar ist, dass das kaum zu stemmen sein wird: 1997, erinnert sich Metz, habe die Kostenschätzung für das Vorhaben bei 860 000 DM gelegen – heute seien es 1,5 Millionen Euro: „Ich hatte immer das Gefühl, das seien Verhinderungssummen“, sagt der Bürgermeister. Beim Land ist die Strecke zwar in einem Konzept vorgesehen – aber unter „ferner liefen“. Die neu gewählten Ortsräte, die sich im November zusammenfinden, sollen noch einmal alle Entscheidungsträger zu einem Ortstermin einladen. Dann wollen die Eldagser und Alferder ihnen zeigen, dass man hier nicht so leicht aufgibt.

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