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Einzelhandelskonzept: Rewe in Eldagsen darf doch wachsen

ELDAGSEN. Einstimmig votierten die Mitglieder des Ortsrates am Donnerstagabend für einen Kompromiss in Sachen Einzelhandelskonzept. Das Planungsbüro Stadt + Handel ist darin auf Bedenken eingegangen, die im Vorfeld geäußert wurden. Dem Rewe am Pfingstanger werden im neuen Entwurf Erweiterungsmöglichkeiten eingeräumt.

Für den Rewe am Pfingstanger ist in der neuen Variante des Einzelhandelskonzepts eine Erweiterung nicht möglich. FOTO: HELMBRECHT
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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Große Diskussionen über den neuen Vorstoß zum Einzelhandelskonzept gab es im Ortsrat nicht. Konkrete Entscheidungen zu dem Thema können die Mitglieder des Gremiums aber ohnehin nicht treffen: Ihr Votum hat bei dem Thema tatsächlich nur mehr oder weniger symbolischen Charakter.

Dennoch: Ihre Zustimmung zum Papier des Planungsbüros dürfte auch in der Verwaltung wohlwollend zur Kenntnis genommen werden. Immerhin gab es in Eldagsen kein kritisches Wort darüber, dass die Sortimentsbeschränkung für die übrigen Flächen am Pfingstanger auch in der neuen Variante des Konzepts steht. Heißt, dass dort lediglich Zoo-Artikel, lebende Tiere, Sportgroßartikel oder Möbel verkauft werden dürfen.

Alles andere ist dem Ortskern vorbehalten. Ortsbürgermeister Karl-Heinrich Rohlf ist seit Jahren im Hintergrund bemüht, die Leerstandsflächen am Pfingstanger wieder zu beleben. Diese Beschränkung wird die Vermarktung nicht leichter machen.

Unterm Strich überwiegt für die Eldagsener aber, dass dem Rewe weitergehende Rechte eingeräumt werden, als in der ursprünglichen Version des Konzepts – das zeigt die breite Zustimmung des Ortsrates zum Kompromissvorschlag. Konkret erhält der Einkaufsmarkt in der neuen Variante eine Bestandsgarantie: So, wie er jetzt besteht, darf er bleiben. Überdies wird dem Markt auch eine Erweiterung „zur Anpassung an aktuelle Markterfordernisse“ eingeräumt.

Bereits Rohlfs Vorgänger Ralf Burmeister hatte die Pläne im Einzelhandelskonzept scharf kritisiert. „Wenn wir uns mit solch einem Konzept Zwangsjacken anlegen, ist das der falsche Weg“, sagte Burmeister im Sommer vergangenen Jahres. Seitdem ist es ruhig geworden um das Konzept, nicht zuletzt deshalb, weil der Posten für Wirtschaftsförderung in der Verwaltung lange Zeit faktisch unbesetzt war. Aber auch, weil das Planungsbüro in Dortmund im Hintergrund um Schadensbegrenzung bemüht war – und die von der Politik an ihrem Konzept vorgetragene Kritik versucht hat, zu berücksichtigen. Ziel des Einzelhandelskonzepts war es, die Innenstadt in der Kernstadt zu stärken. Auch durch Sortimentsbeschränkungen in den Ortsteilen. Dadurch sollte verhindert werden, dass das Zentrum weiter Kunden und damit weitere Geschäfte verliert.

Das Thema Einzelhandelskonzept jedenfalls, es ist wieder auf der Tagesordnung der Politik – mit einiger Verzögerung. Am Dienstag, 14. November, stimmen die Mitglieder des Planungsausschusses über den neuen Entwurf ab.

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