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Fragebögen werden ab morgen verschickt / Hälfte der Angeschriebenen müsste für neues Modell stimmen

Eine IGS in Springe? 1049 Eltern entscheiden

Springe (mari). Die Antwort ist kurz, die Tragweite immens: 1049 Eltern entscheiden in den nächsten Tagen über die Zukunft der Springer Schullandschaft und die mögliche Gründung einer Integrierten Gesamtschule (IGS).

„Würden Sie Ihr Kind auf eine Integrierte Gesamtschule in Springe schicken?“: Nur wenn die Hälfte der befragten Elte

Die Eltern aller Erst- bis Drittklässler sowie der Kinder, die gerade das letzte Kita-Jahr besuchen, sollen am Wochenende Post von der Stadt erhalten. Zentrale Frage des Dokuments: „Würden Sie Ihr Kind auf eine Integrierte Gesamtschule in Springe schicken?“ Die Eltern haben neun Tage Zeit, „Ja“ oder „Nein“ anzukreuzen. Die Wahl wird sehr spannend: Pro Jahrgang müssen sich mindestens 120 Eltern – das sind fast die Hälfte der Angeschriebenen – pro IGS aussprechen. Anderenfalls ist das Thema gestorben.

„Ja“ zur Gesamtschule ohne Oberstufe

Gibt es genügend Befürworter, ist die IGS Springe andererseits aber noch lange nicht besiegelt: Das letzte Wort hat das Kultusministerium.

Die Alternative zu einer IGS, die alle Schulformen vereint? Eine Oberschule, in der die Heinrich-Göbel-Realschule und die Gerhart-Hauptmann-Hauptschule aufgehen. Ein Fortbestehen der einzelnen Schulen ist langfristig unwahrscheinlich.

Während sich die heimischen Parteien in den vergangenen Tagen bereits mehrfach in Stellung gebracht haben (alle Positionen unter www.ndz.de/schulstreit), haben sich gestern die Realschule und erstmals auch die Berufsschule zur Diskussion gemeldet. In einem Punkt sind sich die Rektoren beider Schulen einig: Sollte es eine IGS geben, dann ohne gymnasiale Oberstufe. Dann seien die Zukunft des Otto-Hahn-Gymnasiums und des Wirtschaftsgymnasiums gesichert.

Laut Ratsbeschluss soll die IGS jedoch mit Oberstufe sein. „Es ist fraglich, ob hier drei Oberstufen überlebensfähig sind“, räumte auch Bürgermeister Jörg-Roger Hische gestern ein.

FDP-Chef Peter Kimmel wünscht sich eine zweite Umfrage zur IGS. Sollte die Mehrheit der jetzt befragten Mütter und Väter die neue Schulform wollen, sollten in einem zweiten Wahlgang alle Eltern entscheiden dürfen.


> IGS, Oberschule oder alles so lassen wie es ist? Seit Monaten tobt in Springe ein Streit um die Neuordnung der Schullandschaft. Die Stellungnahmen der einzelnen Parteien zum Thema in Originalwortlaut und -länge finden Sie hier: www.ndz.de/schulstreit

 

 

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