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Springer Betriebe schneiden bei Tests überdurchschnittlich gut ab / Wenig Verbraucherbeschwerden

Ein großes Lob vom Lebensmittel-Kontrolleur

Springe. In Springe ist die Welt noch in Ordnung – zumindest, was die hygienischen Bedingungen in Gaststätten und Betrieben angeht. Lebensmittelkontrolleure der Region Hannover haben im vergangenen Jahr bei nur acht von 171 Kontrollen Mängel festgestellt. Im laufenden Jahr sieht es ähnlich gut aus – für Sprecher Nils Meyer bemerkenswert: „Das ist wenig im Vergleich zu anderen Gegenden.“ Auch die Zahl der Verbraucherbeschwerden sei in der Deisterstadt sehr niedrig – auf Betriebsschließungen konnte die Region zuletzt gar komplett verzichten.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Insgesamt hat die Region vierzehn Kontrolleure im Einsatz. Springe liegt gemeinsam mit Wennigsen in einem der 13 Überwachungsbezirke. Überprüft wird grundsätzlich jeder Betrieb, der Lebensmittel produziert, verarbeitet oder verkauft: Metzger und Bäcker sind genauso dabei wie Gaststätten, mobile Essensstände oder Supermärkte. Wie oft die Kontrolleure vorbeischauen, hängt laut Meyer mit Menge, Frische und Umfang der Lebensmittel zusammen: „Bei einer Fleischerei kommen wir öfter als bei einem Getränkemarkt.“

Dass Springe im Regionsvergleich so gut abschneidet, hat für Meyer mehrere Gründe: Zum einen komme es in der heimischen Gastronomie relativ selten zu Betreiberwechseln: „Wo das häufiger vorkommt, beobachten wir steigende Fallzahlen.“

Insgesamt überwacht die Region in Springe 280 Betriebe – 171 davon besuchten die Kontrolleure im vergangenen Jahr. Achtmal hatten sie dabei etwas zu bemängeln. Ziel der Kontrollen ist, die Verbreitung von Erregern so gut wie möglich zu vermeiden. Und darum reicht manchmal schon eine kaputte Fliese, die die Reinigung erschwert, um auf der Liste zu landen. Alle bemängelten Betriebe wurden laut Meyer ein zweites Mal überprüft – ohne weitere Beanstandungen.

Im laufenden Jahr scheinen die Kontrollen in eine ähnliche Richtung zu gehen: Bislang baten die Prüfer nach 165 Terminen siebenmal zur Nachkontrolle – eine Quote von knapp über vier Prozent. Wie gut das ist, zeigt auch ein Blick auf die gerade veröffentlichte bundesweite Statistik: Hier war etwa jeder vierte Betrieb von Mängeln betroffen.

Dass nicht nur die Kontrolleure, sondern auch die Springer zufrieden sind, zeigt aus Meyers Sicht die Zahl der Kontrollen nach Verbraucherbeschwerden: 2010 waren es nur fünf Fälle, für dieses Jahr liegt noch keine Zahl vor.

Um auch die Verbraucher über die Ergebnisse der Kontrollen zu informieren, wollen Bund und Länder ein entsprechendes Veröffentlichungssystem erarbeiten. In Berlin stehen erste Daten schon im Internet – und auch die Region hat laut Meyer schon einmal intern durchgespielt, wie die Überprüften in ihrem Beritt abschneiden würden: „75 Prozent der Betriebe hätten hier die beste Einstufung erhalten“, so der Sprecher, „man kann davon ausgehen, dass dieser Wert für Springe fast noch besser wäre“.

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