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Erschließungsstraße am Großen Graben eingeweiht / 17 Grundstücke bereits verkauft

Eigenheime für jedermann

Springe.Die Stadt wird größer. Gestern wurde die Erschließungsstraße für den zweiten Abschnitt des Baugebietes großer Graben eröffnet. Auf der rund 2,2 Hektar großen Fläche sollen 40 Wohneinheiten entstehen, 17 davon sind bereits verkauft, elf reserviert.

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Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Matthias Böhle, Geschäftsführer der ausführenden Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG), sieht das Gelände als „solides Bauland zu anständigen Preisen“. Kostenpunkt für Grundstücke südlich der Beethovenstraße: 100 Euro pro Quadratmeter.

Springes Bau-Fachbereichsleiter Reinhard Schade bezeichnet den Großen Graben als „Baugebiet für jedermann“, in dem „Eigenheime zu vernünftigen Preisen“ angeboten würden. Verwaltungschef Wolfgang Walter glaubt, dass sich durch dieses Angebot viele junge Familien an den Deister locken lassen. Bisher ist das Verhältnis zwischen Neubürgern und alten Springern, die am großen Graben neu bauen, ausgewogen Doch nicht nur für junge Leute soll das Wohngebiet attraktiv werden.

Der Rohbau für ein Pflegeheim, das der Bremer Investor Friedhelm Clasen für knapp 8,8 Millionen Euro bauen lässt, steht bereits. Eröffnet werden soll die Anlage für 100 Bewohner am ersten November, 70 neue Jobs sollen geschaffen werden.

Springes Bau-Fachbereichsleiter Reinhard Schade lobt das Baugebiet auch für seine nachhaltige Ausrichtung: Jedes Haus kann etwa problemlos an die Fernwärme des Springer Blockheizkraftwerkes angeschlossen werden, auch die Entwässerung der Straßen und Häuser erfolge nach modernen und nachhaltigen Richtlinien. Auch das angrenzende Gewässer wurde naturnah gestaltet: Aus einem Kanal, der durch ein Rohr lief, wurde ein richtiger Bach, der am Rande des Baugebiets plätschert und der auch im Fall von Hochwasser genug Platz hat.

Kritik gab es zuletzt seitens des Springer Naturschutzbundes an dem Baugebiet. Dessen Chef, Ingo Willenbockel, forderte, dass zunächst bestehende Baulücken in der Kernstadt geschlossen werden – und nicht am Ortsrand neu gebaut werden solle. Willenbockel: „Neubaugebiete am Stadtrand zerstören die alte Siedlungsstruktur in der Kernstadt.“ Er wirft der Stadt vor, bei der Erschließung von Neubaugebieten lediglich auf Neubürger und deren willkommene Steuerzahlungen zu schielen.

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