weather-image
15°

Ehrenamt: Wer wird Seniorenbeauftragter in Springe?

SPRINGE. Einen Seniorenbeirat wird Springe nicht bekommen – das hatte die Politik vor der Sommerpause entschieden. Stattdessen soll sich ab Herbst ein neuer ehrenamtlicher Seniorenbeauftragter für die scheidende Amtsinhaberin Helge Vera Ebermann kümmern. Doch woher soll ein Kandidat kommen?

270_0900_53245_rathaus2.jpg
zett2

Autor

Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Und wie soll der die Senioren erreichen? Bei der Stadt arbeitet man an einer Strategie.

Ebermann hatte schon vor einigen Wochen im Fachausschuss eine ernüchternde Bilanz ihrer Tätigkeit gezogen: Nur wenige Senioren hatten ihre regelmäßige Sprechstunde im Alten Rathaus in Anspruch genommen: „Die, die kommen könnten, die brauchen das Angebot nicht – sie können sich mit ihrem privaten Umfeld selbst helfen.“ Wer es etwa wegen seiner körperlichen Verfassung nicht mehr schaffe, mit ihr in Kontakt zu treten, „der ist bei mir oft nicht mehr richtig“, sondern müsse von Pflege- oder Betreuungsspezialisten beraten werden.

Im Sozialamt hat unterdessen die Suche nach einem Nachfolger von Ebermann begonnen: Die Mitarbeiter sprächen gezielt mögliche Kandidaten an, so Fachbereichsleiter Clemens Gebauer: „Wenn alle Stricke reißen, müssten wir die Stelle auch ausschreiben.“ Lieber wäre ihm aber ein Kandidat, der auf das Profil der Stadt passt. Er oder sie müsste sich denn auch mit neuen Wegen beschäftigen, die Senioren zu erreichen, die das bisherige Angebot tatsächlich nicht nutzten. Vorstellbar sei eine engere Vernetzung mit Politik und Region – grundsätzlich sei man aber für alle Ideen offen.

Dass es für Springe keinen Seniorenrat gibt, ist für Gebauer in Ordnung: Schließlich sei ein entsprechendes Gremium schon auf Regionsebene angesiedelt: „Dort deckt man ja schließlich die Kommunen mit ab. Wir sollten es vermeiden, Doppelstrukturen zu schaffen.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare