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Springer Tafel kann bei ihrem ersten „Tag der offenen Tür“ begeistern, aufklären und erfolgreich für sich werben

Drei neue Helfer auf einen Schlag

Springe. Mehr als 150 Interessierte nutzten am Sonnabend das Angebot der Springer Tafel, beim „Tag der offenen Tür“ hinter die Kulissen der Einrichtung zu schauen. Befreundete Vereine beteiligten sich an der Veranstaltung, indem sie beim Aufbau halfen oder sich am musikalischen Beiprogramm beteiligten.

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VON REINHOLD KRAUSE

Die Kindermusikgruppe des Nachbarschaftsladen „Doppelpunkt“ trat erstmals unter der Leitung von Olga Kraus auf. Kraus stammt aus der Ukraine, ist ausgebildete Kirchenmusikerin und lebt seit 13 Jahren in Deutschland. Mit dem wohl bekanntesten russischen Lied „Kalinka“ stellten sich die acht Nachwuchsmusiker auf dem Vorplatz der Lebensmittelausgabe an der Jägerallee vor. Etliche Zuhörer sangen spontan mit, andere klatschten im Takt.

Der Vorsitzende der Tafel, Uwe Lampe, betätigte sich unterdessen als Schirmherr im wahrsten Sinne des Wortes: Das Wetter zeigte sich nicht von seiner besten Seite. Die Musiker mussten deshalb in den Warteraum der Einrichtung umziehen.

Immer wieder bildeten sich kleine Gesprächsgruppen und lauschten den Informationen der ehrenamtlichen Helfer. Dabei erzählten mehrere Tafel-Kunden aus ihrem schicksalshaften Leben. Das sei durchaus gewollt, erklärte Lampe.

Hilfreich war auch die Idee, einen „Markt der Kulturen“ anzubieten, um Berührungsängste abzubauen. Es gab Gerichte aus Montenegro, Thailand, Polen und der Türkei – gekocht oder gebacken von Tafel-Kunden. Die Lebensmittel dafür hatte vorab der Verein besorgt.

Die Springer Tafel existiert seit 2008 und soll die Hilfestellungen der Stadt ergänzen. Zum „Tag der offenen Tür“ erschien dennoch nur ein einziger Vertreter vom Stadt- und Ortsrat, Klaus Nagel von der FDP. Nach einer Erklärung, warum kein weiterer Politiker der Einladung folgte, suchten die Veranstalter vergeblich.

Dafür gelang es den Ehrenamtlichen, auf einen Schlag drei weitere Helfer zu akquirieren. Einer dieser Freiwilligen ist ein „Rückkehrer“. Er hatte im Anfangsjahr in der Tafel mitgearbeitet, war dann aber ausgeschieden, weil er auf die Insel Wangerooge zog. Jetzt ist er zurückgekehrt und bot dem Tafelteam umgehend seine Dienste an.

Der Vorsitzende Lampe war mit dem Verlauf der Veranstaltung – der „Tag der offenen Tür“ war eine Premiere“ – rundherum zufrieden. Er denkt bereits über eine Wiederholung im nächsten Jahr nach.

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