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Pferd versinkt bis zum Hals im Schlamm – und muss nach langem Kampf eingeschläfert werden

Dramatischer Einsatz ohne Happy End

Völksen. Dramatische Szenen haben sich gestern auf einer Weide zwischen Völksen und Mittelrode abgespielt: Ein Pferd war bis zum Hals in einem schlammigen Graben versunken. Es begann ein stundenlanger Wettlauf gegen den Tod – der an Ende verloren ging.

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Autor:

Markus Richter

Um 17.41 Uhr wurde die Feuerwehr Völksen alarmiert. Nur zufällig hatte kurz zuvor eine Frau entdeckt, dass eines der Tiere auf der Koppel fehlte. Erschrocken sah sie, dass es offenbar in den Graben gerutscht war. In Panik war es immer weiter im Matsch versunken, konnte sich nicht mehr bewegen, konnte auch nicht mehr bewegt werden. Umgehend forderten die Einsatzkräfte Verstärkung an: einen Veterinär, die Tierrettung der Feuerwehr Hannover und das Technische Hilfswerk aus Springe. Die Aufregung war groß. Denn fest stand zu diesem Zeitpunkt bereits: Ohne schweres Gerät würde das Pferd nicht zu retten sein.

Die Kameraden der Ortsfeuerwehr, die insgesamt mit zwölf Mann vor Ort waren, räumten an Gerät aus, was ihr Wagen hergab: Rettungsdecken, Schaufeln, dann Kanister, um den Wasserzulauf zu versperren. Mit einer Tauchpumpe sollte verhindert werden, dass kein weiterer Schlamm in die Drainage lief. Vom Pferd war kaum mehr als der Kopf zu sehen.

Gegen 19.10 Uhr gelang es, eine Hebevorrichtung zu installieren. Vorsichtig wurde dem verängstigen und erschöpften Tier das Tragegeschirr angelegt. Mit dem THW-Kran wurde es angehoben, dann wieder abgesetzt und noch einmal angehoben. Triefend vor Wasser und zitternd vor Kälte wurde das Pferd abgelegt, schnell in Decken gewickelt und medizinisch weiterversorgt. Es war völlig entkräftet – bis der Tierarzt die schwere Entscheidung traf: Das Pferd musste eingeschläfert werden.

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