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Dorf-Kultur-Erbe macht Gewinn

ALTENHAGEN I. Am Ende hatte Andreas Baenisch eine Überraschung für alle freiwilligen Helfer parat. Die können sich die Ehrenamtlichen auch gönnen, immerhin steht das Dorf-Kultur-Erbe gut dar:

In neuer Berufskleidung: Die freiwilligen Küchenhelfer bekommen Schürze und Kochlöffel – die Mütze gibt es später. Foto: Lüdersen

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Friedhelm Lüdersen Reporter

578 Euro Gewinn verbuchen die Macher fürs Jahr 2016. Vielleicht gerade, weil sie auf wirtschaftlich gesunder Basis stehen, wählte der Vorstand die St.-Vincenz-Kirche als Tagungsort für die Versammlung der Genossenschaft.

Im Gotteshaus wurde die Erfolgsgeschichte fortgeschrieben, denn zur dritten Generalversammlung der „Genossenschaft Dorf-Kultur-Erbe Altenhagen I“ kamen 90 der insgesamt 491 (Vorjahr 484) Mitglieder. Aufsichtsratsvorsitzende Susanne Holzendorff dankte in ihrer Begrüßung Pastor Eckhard Lukow, dass er die Räume für so eine „irdische“ Versammlung zur Verfügung stellte. Und noch eine kirchliche Dienstleistung nahm die Genossenschaft in Anspruch. Zu Beginn der Versammlung und zwischen den Abschnitten erklang Orgelmusik. Die Furtwängler-Denkmalsorgel spielte Stefan Bothur.

Die Genossenschaft wurde am 26. April 2013 gegründet. Sie eröffnete am 20. September 2014 den Laden, Café und Kneipe und gab zu dieser dritten Generalversammlung seinen zweiten vollständigen Geschäftsbericht. Er gilt für 2015/2016. Vorstandsmitglied Eric Engelhardt stellte die Bilanz vor. Während des Berichtszeitraums wurde im Dorf-Kultur-Erbe „Umsatz von 246 531 Euro erwirtschaftet, was 19 Prozent über dem Vorjahr liegt“, sagte Engelhardt. Er rechnete vor, dass der Einkaufsladen mit 56 Prozent, das Café/Bistro mit vier, das Frühstücks-Buffet mit 13, und die Kulturkneipe mit 18 Prozent am Umsatz beteiligt sind. Sechs Prozent entfielen auf die Sonntagsbrötchen.

„Nach Abzug von 153 302 Euro für den Wareneinkauf, rund 54 942 Euro Personalkosten, sowie 31 245 Betriebskosten, verbuchen wir einen Gewinn von 1295 Euro vor Steuern. Nach Abzug von 717 Euro Steuern erwirtschafteten wir einen Gewinn von 578 Euro“, berichtete Engelhardt. Der Jahresüberschuss soll in die Rücklagen fließen, die jetzt 6055 Euro betragen.

Diese gehen auf neue Rechnung ins neue Geschäftsjahr. Darauf verständigten sich Aufsichtsrat und Vorstand, auch die Versammlung stimmte dem Ergebnis zu und erteilte zudem beiden Gremien einstimmige Entlastung. Aufsichtsratsvorsitzende Holzendorff berichtete vom positiven Ergebnis der gesetzlichen Prüfung und bescheinigte dem Vorstand vorbildliche Arbeit. Auch Klaus Peter Arndt als Vertreter des Genossenschaftsverbandes Niedersachsen würdigte die Arbeit, die nach den Worten von Vorstandschef Andreas Baenisch in Niedersachsen so etwas wie Vorbildfunktion erreicht habe. „Wir haben am 9. März das Dorfnetzwerk im Dorfkulturerbe zu Gast“, berichtete Baenisch. Er hatte noch eine Überraschung parat. Alle freiwilligen Helfer, die in Küche und Bistro für leckere Mahlzeiten sorgen, wurden mit „Berufskleidung“ ausgestattet. Schürze und Kochlöffel wurden gereicht, die Kochmütze kommt später hinzu. Sie war nicht geliefert worden.

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