weather-image
18°
Neuer Bootsmotor soll Vereinsleben in Schwung bringen / Höhere Beiträge geplant

DLRG-Gruppe hat Glück im Unglück

Springe (luc). Ein alles andere als sorgenfreies Jahr liegt hinter den Mitgliedern der DLRG-Ortsgruppe Springe. Das wochenlang geschlossene Hallenbad und ein defektes Rettungsboot drückten auf die Stimmung.


Als das Hallenbad seine Pforten wegen notwendiger Reparaturarbeiten schließen musste, sei dem Verein von heute auf morgen die Arbeitsgrundlage genommen worden, berichtet Vorsitzende Corinna Forke jetzt in der Jahreshauptversammlung. Doch es gab noch mehr Pech:

Der ganze Stolz des Vereins, ein Boot, das die Lebensretter während der Wachsaison an Badeseen unterstützt, fiel nach einem Motorschaden aus. Melanie Koch, technische Leiterin der DLRG: „Das Boot hat sich auf dem Rückweg von einer mehrstündigen Übungsfahrt befunden, als der Antrieb plötzlich seinen Geist aufgab.“

Hohe Abgaben an Verbände

Mitglied Lars Kammbach konnte seinen Kameraden in der Versammlung dann doch noch eine frohe Botschaft überbringen. Auf der Suche nach einem Austauschmotor sei er bei den DLRG-Kollegen in Hameln fündig geworden, die eine solche Maschine verkaufen wollen. „Ein Glückstreffer“, freute sich Kammbach. So könne auch das Interesse der jugendlichen Mitglieder am Wachdienst gerettet werden, denn das Boot sei immer ein Anziehungspunkt gewesen. Der Erwerb des Motors sei kein Problem, machte Vorsitzende Forke deutlich, „wir haben ein gutes Polster angespart“.

Damit der Ortsgruppe auch in Zukunft finanziell nicht die Puste ausgeht, sollen die Beiträge vermutlich im nächsten Jahr angehoben werden. Andernfalls werde man Probleme bekommen, fürchtet Kassenwartin Sabine Kammbach. Denn von den Einnahmen bleibe derzeit nur ein Teil in der Ortsgruppe. Etwa die Hälfte müsse an übergeordnete Verbände abgeführt werden, so Kammbach. „Die Anforderungen, die an so eine kleine Ortsgruppe wie unsere gestellt werden, sind oft nicht zu erfüllen.“ So seien am Jahresende gerade mal 259 Euro übrig geblieben. Acht Mitglieder blieben ihre Beiträge im vergangenen Jahr schuldig und wurden deshalb ausgeschlossen.

Vize-Vorsitzende Yvonne Topf stellte schließlich die Planungen für 2009 vor. Auf dem Programm stehen Ausflüge zur „größten Eisenbahn-Ausstellung der Welt“ und nach Berlin, wo die Rettungsschwimmer auf den Spuren der deutschen Wiedervereinigung wandeln wollen. Weiter sind ein Osterbasteln für Kinder und Jugendliche sowie eine Poolparty geplant. „Als Entschädigung dafür, dass wir so lange kein Training hatten“, so Topf. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Andreas Lühmann und Holger Kehrstäd geehrt. Zehn Jahre dabei sind Manuela Schmidt, Bastian Reinhardt, Elena Nümann, Lisa Koch, Maria Blossei, Johanna Blossei, Kristin Adam, Corinna Funke und Kai Biester.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare