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Arbeitsagentur und Jobcenter verhandeln über Einzug in ehemaligen Lidl-Markt

„Die Verträge sind so gut wie unterschriftsreif“

Springe (mf). Der ehemalige Lidl-Markt an der Fünfhausenstraße steht wahrscheinlich nicht mehr lange leer. Im nächsten Jahr werden dort vermutlich das Jobcenter und die Agentur für Arbeit einziehen. Nach Informationen der Neuen Deister-Zeitung sind die Mietverhandlungen weit fortgeschritten.

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„Die Verträge sind so gut wie unterschriftsreif“, heißt es aus der Heereman’schen Hauptverwaltung in Münster, die die Immobilie vermietet. Zu dem Gebäudekomplex gehört neben der früheren Lidl-Fläche und dem Textildiscounter Takko auch der an die Straße Am Grünen Brink angrenzende Bereich, der schon jetzt von Jobcenter und Arbeitsagentur genutzt wird.

Beide Einrichtungen, die bei der Arbeitsvermittlung nicht nur Tür an Tür, sondern auch Hand in Hand arbeiten, klagen praktisch schon seit ihrem Einzug im Jahr 2006 über Platznot. Das gelte vor allem für die Möglichkeit einer vertraulichen Beratung, sagt Christian Wenig, der Sprecher des Jobcenters. Durch die Hinzunahme der ehemaligen Lidl-Filiale würde der zur Verfügung stehende Raum um 400 auf dann 1250 Quadratmeter wachsen.

Mit den Verhandlungen haben die Region Hannover und die Agentur für Arbeit die Gebäude- Bau- und Immobilienmanagement GmbH (GBI) in Nürnberg beauftragt. Frank Pittack als Geschäftsstellenleiter der Springer Arbeitsagentur ist zuversichtlich, dass die Anmietung in Kürze perfekt ist. „Ich hoffe, dass noch vor Weihnachten ein Beschluss da ist“, sagte Pittack gestern.

Beim Jobcenter ist man da etwas zurückhaltender. „Es ist noch nicht so, dass wir einen Strich unter die Sache machen können“, bremst Sprecher Wenig. Ein Termin für den Vertragsschluss sei derzeit nicht in Sicht. Wenig räumt aber ein, dass die Übernahme der Lidl-Fläche aus Sicht seiner Behörde die beste Lösung wäre. „Wir könnten uns einen Komplettumzug sparen und beide Einrichtungen blieben unter einem Dach.“ Die GBI habe auch nach Alternativstandorten in Springe gesucht, sei aber bislang nicht fündig geworden.

Dass sich die Verhandlungen so lange hinziehen, hänge nicht zuletzt damit zusammen, dass das Bundesverfassungsgericht vor einigen Jahren das rechtliche Konstrukt der Jobcenter in Frage gestellt habe. Nachdem nun wieder Rechtssicherheit herrsche, sei eine wesentliche Hürde beseitigt.

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