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Junge Bürgermeister hoffen nach der Wahl Springfelds auf neue Impulse

Die Netzwerker fürs Calenberger Land

Springe. Der frisch gewählte Bürgermeister, Christian Springfeld (FDP) ist noch nicht mal im Amt – seine Kollegen im Calenberger Land zählen aber schon auf ihn. Besonders die jüngeren Amtsinhaber in Wennigsen und Pattensen erhoffen sich durch die Wahl Springfelds neue Impulse für eine interkommunale Zusammenarbeit im Calenberger Land.

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Christoph Meineke, 36, parteiloser Bürgermeister in Wennigsen, hat seinem künftigen Amtskollegen Christian Springfeld, 38, bereits am Wahlsonntag per Internet-Kurznachrichtendienst Twitter gratuliert: „Herzlichen Glückwunsch an Christian Springfeld. Neuer Bürgermeister in Springe, neuer Kollege im Calenberger Land. Wünsche einen guten Start.“ Von der Wahl Springfelds erhofft er sich neue frische Ideen für die Zusammenarbeit der Kommunen. „Das wird eine sehr spannende Zeit. In Pattensen, Wennigsen und Springe regieren sehr junge Bürgermeister“, betont Meineke. „Daraus kann richtig was werden“, glaubt der Mann, der bei Amtsantritt selbst gerade mal 27 Jahre alt war – und dem es gelang, als parteiloser Bewerber die Kandidaten von SPD, CDU und FDP aus dem Rennen ums Rathaus zu schlagen.

Meineke möchte mit Springfeld gemeinsam einen Kaffee trinken gehen: „Ich würde gern meine Erfahrungen mit ihm teilen.“ Der junge Mann im Wennigser Rathaus sagt, er selbst habe etwa ein Vierteljahr gebraucht, um sich richtig in die Arbeit als Bürgermeister einzuarbeiten. Bei Springfeld betrachtet er es als größte Hürde, dass ihm die kommunalpolitische Erfahrung bisher fehle. Ein klarer Vorteil ergebe sich aber auch genau daraus: Querdenken führe dazu, dass neue, andere Konzepte entwickelt werden könnten. „Politik und Verwaltung sehen das häufig reserviert – das lässt sich aber in Gesprächen lösen.“

An der interkommunalen Zusammenarbeit möchte Meineke gemeinsam mit Springfeld intensiver denn je arbeiten. „Das ist ein große Chance“, sagt Wennigsens Bürgermeister, der nach seinem Überraschungssieg 2006 im Jahr 2014 im Amt bestätigt worden ist.

  • Christian Springfeld ist neu dabei.
  • Ramona Schumann in Pattensen.

Auch Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann, 36, SPD, verbindet Erwartungen mit der Wahl von Christian Springfeld. Sie hat dem künftigen Rathauschef bereits per Facebook zu seinem Wahlsieg gratuliert. Und betont, dass sie bei den Wahlkampfthemen des Springers durchaus welche gefunden hat, die auch in ihrer Kampagne eine Rolle gespielt haben: Etwa der Kampf für die Einführung eines Stadtentwicklungskonzeptes, für das sich auch Springfeld immer ausgesprochen hat.

Schumann glaubt, dass gerade die kleineren Kommunen im Süden der Region „oft unterschätzt werden“. Zu Unrecht, wie sie betont. „Da wird es noch manche Überraschung geben“, verspricht die Sozialdemokratin, die Mitte Juni 2014 gewählt wurde und hofft auf „neuen Schwung“, der vom Südquadranten ausgehen könne.

Um die Zusammenarbeit zwischen den sechs Kommunen im Calenberger Land, Wennigsen, Springe, Gehrden, Barsinghausen, Ronnenberg und Pattensen, zu intensivieren, setzt Schumann auf die sogenannte Calenberger Runde. Ein Treffen der Bürgermeister, die sich dabei über Strategien zur Attraktivitätssteigerung austauschen.

Wann das erste Treffen mit dem neuen Springer Rathaus-Chef stattfindet, steht noch nicht fest. Meineke betont: „Wir werden ihn aber schnell in unser Netzwerk aufnehmen.“

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