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Der Rotary-Club forstet auf

Springe. „Auch wenn ich nicht die Bundeskanzlerin bin: Ich bin davon überzeugt, dass wir das schaffen“: Etwas Enthusiasmus braucht Christian Albert durchaus, um dieses Projekt zu stemmen.


Springe. „Auch wenn ich nicht die Bundeskanzlerin bin: Ich bin davon überzeugt, dass wir das schaffen“: Etwas Enthusiasmus braucht Christian Albert durchaus, um dieses Projekt zu stemmen. Sein Rotary-Club will im März zusammen mit Kindern mehr als 2000 Laubbäume und Waldsträucher pflanzen, um Naturliebe und Umweltbewusstsein zu fördern.

Und weil dem Springer Service-Club eine gute Tat zu wenig ist, gibt es noch eine zweite: Der Erlös der Aktion fließt in ein Sprach-Förderprojekt für Flüchtlingskinder. Die Rotarier setzen auf zahlreiche Sponsoren, wollen aber auch selber „kräftig investieren“, wie sie unterstreichen. Der Club feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen, das Projekt ist sein Geburtstagsgeschenk an sich selbst.

Die Aktion steht dabei unter dem Motto „Plant for the Planet“ und läuft in Kooperation mit den Niedersächsischen Forstamt Saupark und dem Stadtforst Springe. Weitere Partner sind die Christian-Flemes-Grundschule Völksen, die Eldagser Hallermund-Grundschule, die Grundschule am Ebersberg aus der Kernstadt sowie eine Sprachlernklasse der Berufsschule Springe. Die Kinder und Jugendlichen werden helfen, auf den ausgesuchten Flächen Bäume, Sträucher und Setzlinge in die Erde zu bringen.

Der Startschuss für die Aktion fällt am 8. März im Wisentgehege. Dort soll das Freigelände vom Rot- und Damwild mit 30 größeren Eichen (drei bis vier Meter hoch) aufgeforstet werden. Am 11. März geht es im Revier Brünnighausen weiter. Am dortigen Waldrand sollen – auf einer Länge von einem Kilometer – Straucharten wie Weißdorn, Schwarzdorn, Heckenrose, Schneeball und Pfaffenhütchen wachsen. Der umfangreichste Arbeitseinsatz steht im Bereich „Goldener Winkel“ im Großen Deister (am verlängerten Kurzen Ging, in der Nähe vom „Waldwinkel“) an: 1500 kleine Setzlinge, die später zu stattlichen Laubbäumen wie Ahorn, Kirsche und Rotbuche werden sollen, sollen hier in den Boden.

„Bei allen Aktionen sind neben dem Forst-Fachpersonal Mitglieder von unserem Rotary-Club Springe mit Angehörigen sowie die Lehrer von den Schulen mit von der Partie“, erzählt Albert.

Für die Wisentgehege-Eichen hat der Club bereits genügend Paten gefunden. Für die Setzlinge und Sträucher werden jedoch noch Sponsoren gesucht – der Mindestbeitrag liegt bei vier Euro. 2000 Unterstützer braucht Albert noch. Er glaubt dennoch: „Wir schaffen das.“

In den vergangenen Tagen haben die Rotarier in Schulen und Geschäften zahlreiche Flyer verteilt, um auf sich aufmerksam zu machen. „Auf Wunsch stellen wir auch Spendenbescheinigungen aus“, so Albert. Die Nebenkosten würden bewusst sehr gering gehalten, um am Ende einen möglichst hohen Betrag für das Flüchtlingsprojekt übrig zu haben. Albert: „Für 4000 Euro Netto-Einnahme können wir mindestens 500 Sprachlernstunden von zehn Sprachscouts ein ganzes Jahr lang fördern.“

Rotary-Club Springe: Mehr Informationen zum Projekt können Interessierte auf der Internet-Seite www.rotary-springe.de erhalten.

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