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Der heimische Handel im Kampf gegen das Internet

SPRINGE. „Es wird in diesem Jahr ein gutes Weihnachtsgeschäft – sagt mein Bauchgefühl“: Betont optimistisch ist Wilko Struckmann, Chef des Werbe- und Informationsringes, der Werbegemeinschaft des Einzelhandels in Springe.

Gut gebrüllt: Auch die Spielzeugtiere aus dem Hause Schleich gehören zum Sortiment von Sven Schweckendiek. FOTO: MISCHER
Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Im selben Atemzug räumt er aber auch ein, dass das Internet dem heimischen Handel natürlich Probleme bereite. Aber die Händler in Springe fühlen sich gewappnet: Unter anderem durch kompetente Beratung sehen sie sich für den Kampf mit Amazon und Co. gerüstet.

„Es ist die Aufgabe des Handels, sich Gedanken zu machen, wie man gegen das Internet bestehen kann“, sagt Struckmann. Sein Rezept: „Das ist Vertrauen: wenn man das seinen Kunden geben kann, hat man dem Internet etwas voraus.“ Wie erreicht man das? „Wenn ich mich als Fachmann hinstelle und meinen Kunden genau zuhöre, dann schaffe ich Vertrauen.“ Denn das könne das Internet nicht.

In Struckmanns Alter Deister-Apothke gehen zur Weihnachtszeit Pflegeprodukte besonders gut. Aber auch Gutscheine würden gern unter den Tannenbaum gelegt.

Nicht ganz so optimistisch bewertet Sven Schweckendiek vom Spielwarengeschäft Svens Spielzeugparadies den bisherigen Verlauf des Weihnachtsgeschäfts. Er hofft auf die letzte Woche vorm Fest, denn dann kommen die Lieferungen von Amazon und Co nicht mehr rechtzeitig an – und der Weg zum Einzelhändler wird zur einzigen Möglichkeit, noch rechtzeitig fürs Fest Geschenke zu kaufen. Seiner Erfahrung nach ist der erste Werktag nach Weihnachten der beste Tag: „Die Kinder, die Bargeld geschenkt bekommen haben, wollen sich dann etwas kaufen.“ Im Trend sind in diesem Jahr unter anderem Star-Wars-Figuren – der neuste Film läuft in den Kinos an.

In der Weingalerie von Hans Krämer stehen etliche Geschenkkörbe zum Abholen bereit: Weihnachtsgeschenke, die bereits weit vor dem Fest in Auftrag gegeben worden sind. Und die Nachfrage nach individuell zusammengestellten Präsenten sei groß. „Wir bieten den Kunden, wenn gewünscht, natürlich auch Beratung an – er kann seinen Korb ganz individuell zusammenstellen.“ Unterm Tannenbaum landen nicht nur Weine, sondern auch Sekt oder Champagner, feine Essige oder gar Naschschwerk – alles im Programm.

Oder darf es ein wenig Springe sein auf dem Gabentisch? Andrea Brenner hat in der Tourist-Info im Alten Rathaus eine Menge davon: Vom Frischling bis zum ausgewachsenen Springe-Eber über Springe-Schlüsselanhänger bis zur mit Schnaps gefüllten Göbel-Birne, der Möglichkeiten gäbe es viele.

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