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Bau der neuen Anlage im Wisentgehege schreitet voran / Zuchtpläne: Besondere Sorge um europäische Nerze

Den kleinen Raubtieren beim Schlafen zuschauen

Alvesrode (zett). „Weg vom Blick durch den Draht“ – unter diesem Motto schreiten die Bauarbeiten im Wisentgehege weiter voran. Am Nordrand des Geländes entstehen neue Anlagen für die Kleinraubtiere, die dort mit Mauern und Glas statt einem Zaun von den Besuchern abgeschirmt werden sollen.

Wisentgehege-Leiter Thomas Hennig vor dem Iltis-Gehege, dessen B

Waschbären, Marderhunde, Iltisse, Minks und den europäischen Nerz können sich die Besucher dann nach Fertigstellung der Bauarbeiten von einem Weg aus angucken, der mitten durch die neuen Gehege führt.

Für die Besucher besonders interessant ist ein Holzhaus am Eingang der Kleinraubtier-Anlage. Wo momentan noch gehämmert und gebohrt wird, sollen Bild-Tafeln die Gäste informieren. Daneben können sich die Tiere in einen abgedunkelten Bereich zum Schlafen zurückziehen – und die kleinen und großen Tierfreunde haben die Möglichkeit, sie durch eine Glasscheibe dabei zu beobachten: „Damit können wir dem alten Problem entgegenwirken, dass kleine Raubtiere oft schlecht zu beobachten sind“, erklärt Hennig.“ Natürlich will der Gehegeleiter seinen Raubtieren auch Privatsphäre gönnen: „Sie können sich natürlich noch weiter zurückziehen, wenn das hundertste Kind an die Scheibe klopft.“

Baustil-Wechsel gegen die Eintönigkeit

Das Iltis-Gehege ist fast fertig, begrünte Inseln werden von Wasser umgeben – das voller Algen ist. Ein Bild, das Hennig keine Sorgen bereitet: „Wenn wir erst den Bachlauf aktivieren, reduziert sich das von alleine.“ Dann soll das Wasser durch alle hintereinanderliegenden Gehege fließen und zusätzlich mit Mikroorganismen gereinigt werden.

Hinter der Iltis-Anlage stehen bereits die Mauern für die Nerze – zumindest die rechte Seite des Bereiches soll noch 2009 fertig werden. „Wir wollen den Baustil immer ein bisschen wechseln, damit es nicht all zu eintönig wird.“ Das Nerz-Gehege wird zusätzlich mit nach innen gekippten Glasscheiben versehen – auf die Tiere will Hennig genauer achten: „Die dürfen nicht weg. Die will ich sehr gerne züchten, weil sie bedroht sind.“

Bis Ende 2010 will Tierpark-Chef Thomas Hennig den Umbau abschließen – und im neuen Gehege auch Ringelnattern und Sumpfschildkröten ansiedeln.

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