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Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth auf Wahlkreis-Reise in Springe

Datenschutzgesetz: Firma Medicom erwägt Wegzug aus Sedemünder

Altenhagen I (zett). Wenn sich das Thema zuspitzt, dann kommt für uns auch ein Umzug ins Ausland infrage.“ Es waren wohl die klarsten und brisantesten Worte, die die CDU-Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth bei ihrer gestrigen Wahlkreisbereisung in Springe zu hören bekam.

Besuch bei Medicom: Bürgermeister Jörg-Roger Hische und die CDU-

Gesprochen hatte sie Alexander Hahn, Prokurist der Firma Medicom in Sedemünder, Flachsbarths zweiter Station des Tages. Der Nahrungsergänzungsmittelbetrieb fürchtet die geplante Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes, über die Flachsbarth und ihre Abgeordnetenkollegen noch in dieser Legislaturperiode abstimmen sollen. Wird sie beschlossen, dürften Unternehmen Kundendaten nur noch mit deren Einwilligung erwerben – „das entzieht uns die Geschäftsgrundlage“, fürchtet Hahn – denn über den Zukauf von Adressen akquiriert die Firma viele ihrer Kunden im gesamten Bundesgebiet.

Auf dem Stuhl neben Flachsbarth im Medicom-Besprechungsraum saß Springes Bürgermeister Jörg-Roger Hische – und auch ihm muss bei Hahns Ankündigung unwohl geworden sein. Denn das Unternehmen gehört zu den größten Gewerbesteuerzahlern der Deisterstadt. Flachsbarth versprach Hahn und den Medicom-Geschäftsführern Bernd Kunze und Petra Wons, sich um das Problem zu kümmern.

Flachsbarths erste Station des Tages war das Springer Rathaus, wo sie mit Hische, CDU-Fraktionschef Wilfried Baxmann, der Landtags- und Regionsabgeordneten Gabriela Kohlenberg, Stadtmanagerin Anike Fritz und der CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Anette Henkels über Themen wie das Konjunkturpaket, Kinderbetreuung oder DSL-Versorgung im Stadtgebiet – insbesondere in Eldagsen und Altenhagen I soll es noch viele „weiße Flecke“ auf der Internetkarte geben, erfuhr die Runde. „Der politische Wille ist da, etwas zu tun“, versprach Flachsbarth.

Abwrackprämie in der Diskussion

Nach dem Besuch bei Medicom trafen sich Flachsbarth und ihre Begleiter mit Vertretern einiger Springer Autohäuser – Thema unter anderem: die Abwrackprämie. Nachmittags ging es für die dann zur Biogasanlage Wülfinghausen bei Holtensen und zur Springer Firma „Wieland Antriebstechnik“. Ihre Wahlkreis-Bereisungen stehen für Flachsbarth jedes Jahr auf dem Programm: „Es ist für mich eine Möglichkeit, in jeder Kommune einen ganzen Tag präsent zu sein.“

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