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Laternen-Ärger: Stadt aktiviert Notschaltung / Weitere Ortsteile betroffen / Ursache weiter unklar

„Das ist jetzt richtige Detektivarbeit“

Springe (zett). Mit einer Notfallschaltung will die Stadt jetzt gegen die grassierenden Probleme mit der Straßenbeleuchtung vorgehen. Inzwischen sind auch in Bennigsen und Eldagsen vereinzelt Probleme aufgetreten, in Völksen und Altenhagen I hat sich laut Verwaltung die Situation beruhigt. Sorgenkind bleibt die Kernstadt.

Auch in Eldagsen (großes Bild) gab es inzwischen Laternen-Proble

Warum die Laternen in einzelnen Schaltbezirken abends immer wieder ausbleiben, weiß Gerd Gennat von der Stadt Springe immer noch nicht. „Wir haben inzwischen einmal komplett die Steuerungssoftware neu installiert“, erklärte er gestern Vormittag auf Anfrage. Trotzdem habe es wieder Fehler gegeben – unter anderem war am Mittwochabend die Eldagsener Straße zwischen B 217 und Innenstadt teilweise dunkel, ebenso, wie das angrenzende Wohnviertel. Mitarbeiter seien weiterhin unterwegs, um die Schaltungen von Hand zu aktivieren und zu kontrollieren – „trotzdem sind wir jetzt erst einmal zwangsweise auf die Notsteuerung umgestiegen“, erklärt Gennat.

Soll heißen: Statt über Sensoren auf die Dämmerung zu reagieren und per Funksignal die Laternen anzuschalten, geht Springes komplette Straßenbeleuchtung jetzt zu einer voreingestellten Zeit an und wieder aus: „Das System läuft für sich alleine“, sagt Gennat. Damit, so hofft er, seien zumindest die Fehler erst einmal abgestellt. Doch die Notschaltung sei keine Dauerlösung: So könne die Stadt nicht mehr auf Witterungseinflüsse reagieren – wenn Regenwolken etwa den Himmel verdunkeln. Außerdem sei die mangelnde Flexibiliät der An- und Ausschaltzeiten langfristig ein Kostenfaktor: Denn wenn die Laternen nicht mehr richtig an das tatsächliche Tageslicht angepasst werden, entstünden fast zwangsläufig zusätzliche Betriebsstunden: „Auch wenn das vielleicht nur acht Prozent mehr sind als normal – dann sind das auch acht Prozent höhere Betriebskosten“, erklärt Gennat.

Er und seine Mitarbeiter wollen diese Funktion nutzen, um gezielt auf Fehlersuche zu gehen. Dafür haben sie sich zwei der insgesamt 100 Schaltstellen im Stadtgebiet ausgesucht, die jetzt als einzige gezielt per Funk angesteuert werden.

Auf eine erste Spur sind sie dabei offenbar schon gestoßen: „Wir vermuten inzwischen nicht mehr, dass es an der Software liegen könnte.“ Wahrscheinlicher sei ein Hardware-Problem, vermutet der städtische Beleuchtungsexperte: „Es kann sein, dass es ein Problem mit den Modulen in den betroffenen Schaltkästen gibt.“ Wann Gennat und sein Team auf die Lösung stoßen – diese Voraussage will der Verwaltungsmitarbeiter nicht treffen: „Das ist jetzt richtige Detektivarbeit.“

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