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Ausschuss stimmt gegen Sport-Gebühr

„Das ist eine Geschenke-Box für die Vereine“

Springe (jemi). Während CDU-Ratsherr und Sportringchef Wilfried Baxmann noch von einem „Bonbon“ sprach, ging Bürgermeister Jörg-Roger Hische bei seiner Aussage zum Verzicht auf die Sportstättennutzungsgebühr noch weiter: „Das ist eine Super-Geschenke-Box.“ Der Sportausschuss war sich gestern einig, die Mitglieder votierten einstimmig gegen die umstrittene Gebühr.


Stimmen auch Verwaltungsausschuss und der Rat für diesen Beschluss, kommen auf die Vereine allerdings andere Verpflichtungen zu. Wenn die Hallen in den Ferien genutzt werden, dann wird auch die Reinigung fortgeführt – diese Rechnung erhielten künftig die Vereine. In die Pflicht werden die Clubs auch genommen, wenn es um die Pflege der Sportplätze geht. Darunter fällt auch etwa das Mähen des Rasens. „Die Stadt trägt dann keine Verantwortung mehr“, betonte Hische. Um diese Dinge müssten sich dann die Vereine kümmern. Er betonte, die Vorgaben seien der richtige Weg, die Ziele seien aber ehrgeizig.

Als wichtigste Institution soll ein Runder Tisch ins Leben gerufen werden an dem Vertreter der Verwaltung, der Ratsfraktionen, des Sportrings und der Schulen sitzen. Ziele seien in erster Linie, die Verwaltung zu entlasten, Kosten und Energie zu sparen, heißt es. „Die Vereine sollten dieses Angebot unvoreingenommen annehmen“, forderte Baxmann. Eine erfolgreiche Umsetzung sei nur möglich, wenn alle Teilnehmer für Kompromisse bereit seien. Am Runden Tisch könnte aus Sicht von Baxmann auch etwa über die Anschaffung eines Rasenmähers gesprochen werden. „Es kann nicht sein, dass jeder Verein einen Rasenmäher für 8000 bis 10 000 Euro kauft. Das ist totes Kapital“, erklärte der CDU-Politiker und Sportring-Vorsitzende. Peter Kimmel von der FDP sieht noch weiteres Potenzial, Energie sparen zu können. „Wer am Wochenende in Bennigsen in der Sporthalle war, hat festgestellt, dass die Heizung nicht der warmen Außentemperatur angepasst war.“ Das müsse besser eingestellt werden.

„Bei so vielen Vereinen mit unterschiedlichen Voraussetzungen ist eine Einigung nicht einfach“, erklärte der Ausschuss-Vorsitzende Heinrich Freimann (CDU) mit Blick auf die lange Vorlaufzeit. Ob Vereine und Rat die Geschenke-Box jetzt annehmen wollen, bleibt abzuwarten.

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