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Bei CDU und SPD buhlen viele um eine Bürgermeister-Kandidatur

Das große Lauern

Springe. Die Idee der Grünen, einen Bürgermeister parteiübergreifend per Ausschreibung zu suchen, ist gescheitert. Das räumen die Grünen selbst ein. „Wir sind damit bei den Parteien auf zu wenig Resonanz gestoßen“, bedauert Fraktionschefin Ursula Schulz-Debor.

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Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Während bei Christ- und Sozialdemokraten ein halbes Dutzend Bewerber für den Chefsessel im Rathaus den Hut in den Ring geworfen haben, bleibt es bei den kleineren Parteien ruhig: Statt Bewerber zu präsentieren, belauern sie SPD und CDU – und sich gegenseitig. Dass sie selbst einen Kandidaten für den Kampf ums Rathaus ins Rennen schicken, schließt keiner aus.

Schulz-Debor räumt ein, dass die Grünen bisher keinen Kandidaten haben. Tendenziell glaubt sie, dass ihre Partei aus den eigenen Reihen niemanden aufstellen wird: „Wir können da nicht auf einen großen Pool zurückgreifen.“ Sollte wirklich kein Grüner kandidieren, werden die Mitglieder Gespräche mit anderen Kandidaten führen – und eventuell einen unterstützen.

Die FPD ist zuletzt thematisch in die Offensive gegangen – mit einem Programm, an dem sie den Bürgermeisterkandidaten messen möchte. Ob das bedeutet, dass sie selbst keinen aufstellen wird, geht aus dem Papier jedoch nicht hervor. Und Ratsherr Klaus Nagel sieht seine Partei dabei noch nicht unter Zugzwang: „Wir warten ab – und beobachten die Lage.“ Grundlage einer jeden künftigen Personalentscheidung solle das frisch präsentierte Programm sein.

Für die Linke betont Ratsmitglied Axel Seng, dass noch nicht entschieden sei, ob und wen man als Bürgermeisterkandidaten aufstellen wird. Seng schließt auch nicht aus, dass die Linke einen Kandidaten einer anderen Partei unterstützen wird. „Dazu müsste er sich unter anderem Flüchtlingen gegenüber aufgeschlossen zeigen und auch eine kritische Position gegenüber Südlink und dem Freihandelsabkommen mit Kanada einnehmen“, stellt Seng Bedingungen.

Auch die Freien Wähler haben noch nicht entschieden, wie sie mit der Bürgermeisterwahl umgehen sollen. „Wir arbeiten daran“, sagt Ratsherr Hendrik Bennecke.

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