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Eine Bürgerversammlung soll klären, ob sich Mittelrode politisch von Eldagsen löst

Das Dorf entscheidet

Mittelrode. Geld weg, Macht weg – diese Konsequenzen der politischen Selbstständigkeit lassen in Mittelrode Zweifel aufkommen: Ist es wirklich richtig, sich vom gemeinsamen Ortsrat mit Eldagsen zu lösen und auf einen eigenen Ortsvorsteher zu setzen? Beantworten soll diese Frage, so will es die Politik, eine Bürgerversammlung der Mittelröder.

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VON CHRISTIAN ZETT

Das beschloss der amtierende Ortsrat gestern Abend bei seiner Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus Mittelrode. Vorausgegangen war eine Diskussion, bei der Politiker und Bürger auch über zwei wichtige Faktoren redeten: weniger Geld, weniger Macht.

Denn der Ortsvorsteher, er müsste dem Gesetz nach nicht nur auf ein eigenes Budget verzichten, das dem Ortsrat zusteht. Er hätte auch nicht mehr die Entscheidungsgewalt des großen Gremiums – etwa was die Benennung von Straßen angeht. So mahnte denn auch Ex-Ratsherr Heinrich Korthöber, den Schritt gut zu bedenken: „Statt elf Ortsratsmitgliedern tritt dann nur noch eine Person an Rat und Verwaltung heran.“

Einige andere Mittelröder, die sich in der Sitzung zu Wort meldeten, monierten auch die kurzfristige Information zum Thema: Sie hätten bislang nur aus der Zeitung von dem Vorschlag erfahren. Ihnen fehle nun eine vernünftige Entscheidungsgrundlage.

Ortsbürgermeister Ralf Burmeister betonte, der Ortsrat solle sich bei allen Überlegungen allein auf den Wunsch der Mittelröder Bürger stützen: „Das ist ein einschneidender Schritt. Da sollten sich die Eldagser nicht einmischen.“ Henning Herbst, der Mittelrode im Ortsrat vertritt, hatte Anfang der Woche gegenüber der NDZ von einem positiven Stimmungsbild in Sachen Ortsvorsteher gesprochen. Bei der Sitzung gestern Abend überwogen dagegen die Zweifel.

Die Lösung soll jetzt eine Bürgerversammlung bringen, wahrscheinlich in der ersten Oktoberhälfte. Dort soll es weitere Erläuterungen und Diskussionen geben – und ein Votum, das der Ortsrat dann bei seiner Entscheidung im November berücksichtigen will.

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