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Fraktionen legen Termin fest / Gerd-Dieter Walter lehnt Kandidatur ab

Bürgermeister-Wahl am 17. Januar

Springe. Der derzeitige Verwaltungschef Gerd-Dieter Walter schließt eine Kandidatur als Bürgermeister aus. Er sei „verschiedentlich befragt worden“, sagt der Münderaner, stehe aber nicht zur Verfügung. „Das passt nicht in meine Lebensplanung.“

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VON MARITA SCHEFFLER

Der Verwaltungsausschuss hat den Termin für die Bürgermeister-Wahl jetzt einvernehmlich abgenickt. Damit ist klar, dass die Urnen und Kabinen am 17. Januar aufgestellt werden. Eine mögliche Stichwahl fällt auf den 31. Januar. Die beiden Termine müssen noch bei der Ratssitzung am 15. Oktober offiziell festgelegt werden. Erst dann gilt die Wahl als „eröffnet“, und mögliche Bewerber können sich im Ordnungsamt melden. Wer nicht für eine der etablierten Parteien antritt, muss innerhalb von zwei Monaten 180 Unterstützter-Unterschriften vorlegen, um kandidieren zu können.

Einen parteilosen Anwärter gibt es bereits: Lutz Hoffmann aus der Kernstadt. Außer ihm hätten sich bislang zwei weitere Personen im Rathaus gemeldet, die über eine Kandidatur nachdenken, sagt Walter. Dazu kommen die jeweils drei Bewerber der SPD und der CDU.

Das Interesse der Parteilosen überrasche ihn positiv, gibt Walter zu: „Bei einer Stadt in der Größenordnung Springes war das nicht zu erwarten.“ Er geht davon aus, dass am Ende die Namen von „vier, fünf oder auch sechs“ Personen auf dem Wahlzettel stehen.

Wer sich aufstellen lassen möchte, muss 23 bis 66 Jahre alt sowie EU-Bürger sein. Ein Wohnsitz in Springe ist keine Grundvoraussetzung. Die Wahl ist erforderlich, da Amtsinhaber Jörg-Roger Hische vor zwei Monaten überraschend verstorben ist.

Für den derzeitigen Rathauschef Walter muss der ideale neue Bürgermeister kein Verwaltungsfachmann sein. „Die Verwaltungsarbeit kann man lernen“, ist der Münderaner überzeugt und verweist auf die Führungskräfte in der zweiten Reihe, die dem Stadtoberhaupt zuarbeiten. Wichtiger seien repräsentative Fähigkeiten – also eine gewisse Bürgernähe – und Führungsqualitäten: „Man wird plötzlich Chef von 280 Mitarbeitern.“ Nicht zu unterschätzen sei aber vor allem, in Gesprächen und Verhandlungen mit anderen Institutionen – wie der Region – Stärke zeigen zu können: „Die Musik wird zum Teil an anderen Orten gespielt“, betont Walter.

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