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6,9 Millionen Euro im Doppelhaushalt des Kirchenkreises / Ungekürzte Zuweisungen für Gemeinden

Budget für Konfirmandenfreizeiten verdreifacht

Springe (mf). Den Springer Kirchengemeinden bleiben harte finanzielle Einschnitte vorerst erspart. Zumindest in den nächsten beiden Jahren, wie Superintendent Detlef Brandes gestern mitteilte.


Der Entwurf des Doppelhaushalts 2009/10 für den Kirchenkreis Laatzen-Springe, der heute in einer Woche auf der Kirchenkreistagssitzung im Gemeindesaal von St. Andreas verabschiedet werden soll, hat demnach ein Volumen von 6,9 Millionen Euro. Die einzelnen Gemeinden bekommen laut Brandes die gleichen Zuweisungen wie bisher. Nicht ausgeglichen werde jedoch die allgemeine Teuerungsrate, was unterm Strich doch eine leichte Mittelkürzung zur Folge habe.

Bis 2012 werde es zudem keine Veränderungen am Stellenplan geben. „Ab 2011 werden wir möglicherweise auf Rücklagen zurückgreifen müssen, um den Haushalt zu stabilisieren oder bei den Sachkosten sparen“, sagte der Superintendent. Letzteres beträfe dann voraussichtlich den Bereich der Diakonie, wo es noch etwas Verschlankungspotenzial gebe.

Finanziell stärken will der Kirchenkreis die Konfirmandenarbeit und hier speziell den Bereich der Freizeiten. Das dafür zur Verfügung stehende Budget soll von derzeit 5000 auf 15 000 Euro verdreifacht werden. Damit reagiere man nicht nur auf die steigende Zahl von Konfirmanden, sondern auch auf die Probleme vieler Familien, solche Freizeiten zu bezahlen. Durch eine stärkere Bezuschussung wolle der Kirchenkreis „die Preise so halten, dass Familien finanziell nicht in die Knie gezwungen werden“, so Brandes. Durch die veränderte Schullandschaft, insbesondere die Zunahme von Ganztagsschulangeboten, habe sich auch der Stellenwert der Konfirmandenfreizeiten verändert.

Insgesamt könne sich der Kirchenkreis über seine Situation nicht beklagen, so das Fazit von Brandes und der Vorsitzenden des Kirchenkreistages, Martina Soßdorf. „Wenn man sieht, was in Zeiten der Wirtschaftskrise um uns herum passiert, können wir noch zufrieden sein“, sagt sie.

Der Stellenplan der Kirche sieht für Springe zweieinhalb Stellen vor – davon besetzen Pastor Klaus Fröhlich und seine Kollegin Ruth Barnewitz jeweils eine volle und Knut Gildemeister eine halbe. Nach dessen Pensionierung 2010 soll diese laut Brandes in gleichem Umfang wiederbesetzt werden. Das gilt nicht für die in zwei Jahren auslaufende Stelle von Pastor Klaus Krull. Diese wurde von der Landeskirche vorn vornherein befristet.

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