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Nach Woltmanns CDU-Bewerbung nimmt der Kampf um das Bürgermeisteramt langsam Fahrt auf

Breszki: Hisches Zögern „ein Kasperletheater“

Springe (zett). Er glaubt nicht mehr dran. Für Springes SPD-Chef Eberhard Brezski bedeutet das Zögern von Jörg-Roger Hische in Sachen Bürgermeisterkandidatur nur eins: Der Titelverteidiger macht es nicht. „Das ist doch ein Kasperletheater“, sagt Brezski. „Mit jedem Tag, den er wartet, wird er unglaubwürdiger“. Hische selbst hat sich gestern erstmals zur Bewerbung von CDU-Ratsherr Fritz Woltmann geäußert.


Und war dabei voll der warmen Worte: „Honorig“ sei es von Woltmann gewesen, sich noch vor dessen offizieller Vorstellung beim Stadtverbandsvorstand zunächst im Bürgermeisterbüro vorzustellen. „Wir wollen trotz der schwierigen Situation – oder gerade deshalb – weiter auf einer Sachebene im Rat zusammenarbeiten“, so Hische. Der Wahlkampf werde zwar nicht aus dem Tagesgeschäft herauszuhalten sein, aber wir wollen keine persönlichen Auseinandersetzungen suchen“.

Die Springer FDP hat Woltmanns Erklärung hingegen in ein kleines Dilemma gestürzt. Während ihr Vorsitzender Peter Kimmel vor einigen Wochen noch mit einer Unterstützung eines möglichen unabhängigen Kandidaten Hische sympathisiert hatte, ging er gestern wieder einen Schritt zurück. Kimmel lobte im NDZ-Gespräch Woltmanns „zurückhaltende Art“ – und bekannte: „Das ist durchaus ein Kandidat, mit dem wir leben könnten.“ FDP-intern müsse jetzt der bevorzugte Kandidat ausgelotet werden, so der Vorsitzende. Sein Gegenpart bei den Grünen, Thomas Hüper-Maus, gab sich gestern vergleichsweise wortkarg. Woltmanns Nominierung sei „keine große Überraschung“, für die Grünen habe sich dadurch erst einmal nichts geändert: „Wir schauen mal, wer da noch so kommt und entscheiden nach den Sommerferien, ob wir selbst jemanden aufstellen.“

Vom Zeitplan her stimmt er da übrigens mit Brezski überein. Auch die SPD wolle dann den Kandidaten, der sich bereits beworben habe, öffentlich machen. Im September solle er von den Mitgliedern bestätigt werden und vorher durch die Ortsvereine touren.

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