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Berufsorientierung im Otto-Hahn-Gymnasium Springe

SPRINGE. Studium oder Ausbildung, Handwerk oder etwas mit Medien? Nicht immer fällt die Berufswahl leicht. Zahlreiche Möglichkeiten stehen den Gymnasiasten des Otto-Hahn-Gymnasiums offen. Wie soll man sich da entscheiden? Einen Einblick in verschiedene Jobs bekamen die Schüler jetzt im Rahmen der Berufsorientierung.

Die Auszubildenden bei der Sparkasse Hannover, Nikolas Rothemann (hinten links) und Marius Meiwald (r.) beantworten die Fragen der Schüler. FOTO: HELMBRECHT
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Saskia Helmbrecht Volontärin zur Autorenseite

Für die 16-jährige Chiara stand bereits vor der Aktion fest, dass sie Architektin werden will. Jetzt bekam sie die Gelegenheit, alle ihre Fragen loszuwerden. „Kann man Architektur und Innenarchitektur gleichzeitig machen?“, fragte sie den Springer Architekt Werner Alder. Beide Bereiche würden fließend ineinander übergeben, habe Alder ihr erklärt. Fazit: Am Ende ist sie noch überzeugter von ihrer Berufswahl.

Auch die 16-jährige Alisa hat schon einen genauen Plan vor Augen. Sie will ein duales Studium in International Business Management absolvieren. In den Finanzbereich will sie dann aber nicht. „Das ist ein sehr schwieriges Feld“, weiß die Schülerin.

Drei Stunden haben sich die angehenden Berufsanfänger jeweils 30 Minuten bei verschiedenen Experten informiert. Zum zweiten Mal hatte das OHG zur Berufsorientierung geladen. „Auch an Gymnasien wird sich in diesem Bereich viel tun“, sagt Lehrerin Nadine Rische. Derzeit läuft Berufsberatung in den Fächern Politik, Deutsch oder in Fremdsprachen, wenn es etwa darum geht, Bewerbungen zu schreiben. Lediglich eine zusätzliche Stunde gibt es für den elften Jahrgang. „Wie wenig informiert einige sind, zeigt sich ja schon an der hohen Zahl der Studienabbrecher“, so Rische.

Um das möglichst zu vermeiden, versucht das OHG, den Schülern bei der Berufswahl zu helfen und hat alle Zehnt- bis Zwölftklässler dazu verpflichtet, an der Aktion teilzunehmen. Zu Gast waren zahlreiche Experten, die ebenfalls einmal Schüler im OHG waren.

Mit viel Humor gab der Völksener Verleger Dietrich zu Klampen einen Einblick in das Verlagswesen. „In den Anfängen habe ich gearbeitet wie eine tibetanische Bergziege.“ Das Problem: der Buchmarkt schrumpft. „Sicher fragt ihr euch: Wie wird man damit Millionär? Das ist sehr schwer – außer man findet eine Marktlücke.“ Denn heute können zahlreiche Laienautoren ihre Werke über verschiedene Plattformen einfach im Internet veröffentlichen. Der Erfolg: unberechenbar. „Ein Blick auf die Spiegel-Bestsellerliste zeigt: Man kann mit den verrücktesten Titeln Erfolg haben.“

Großer Andrang herrschte auch bei dem Kontaktbeamten der Polizei, Jens Günther. „Warum ich so begeistert bin von meinem Job? Weil es so viele Facetten gibt.“ So können die angehenden Beamten zum Beispiel zwischen Streifendienst, Sondereinsatzkommando oder auch der Reiterstaffel wählen.

Sparkassen-Vertriebsdirektor Karsten Brummermann hatte zwei Auszubildende mitgebracht, die den Schülern aus dem Alltag erzählen konnten. „Was uns am meisten gefällt, ist der familiäre Umgang. Man ist auch als Azubi Teil des Unternehmens“, berichtet Nikolas Rothemann.

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