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Bei der Jahresversammlung in Bennigsen teilt Brezski erneut Schelte für die Springer CDU aus

Bennigser SPD will Ampelkreuzung einrichten

Bennigsen (si). Die Bennig-ser SPD hat sich viel vorgenommen: Sie will die Infrastruktur im Zuge des Ausbaus der Lüderser Straße verbessern, eine Ampelkreuzung an der Hauptstraße einrichten und die Voraussetzungen für neue Baugebiete schaffen.

Bis 2010 Schatzmeisterin der SPD-Abteilung Bennigsen: Evelyn Bra

Auf der Hauptversammlung im Gasthaus Schwägermann sprach sich Vizevorsitzende Volker Gniesmer erneut für eine Verkehrszählung im Dorfzentrum aus, und zwar im Herbst, wenn die Rübenlaster rollen. Er hofft, dass damit die seit vielen Jahren auf der Tagesordnung stehende Ampelkreuzung Lüderser Straße/Gestorfer Straße endlich konkrete Formen annimmt.

Ernste Probleme sehen die Genossen aufkommen, wenn es in Bennigsen nicht gelingt, der wachsenden Zahl leer stehender Altbauten durch Modernisierungsmaßnahmen entgegenzuwirken. Bei der jüngsten Ortsbegehung fiel der SPD außerdem das Fehlen eines behindertengerechten Aufgangs zur St. Martinskirche auf.

Das Augenmerk in den kommenden Wochen und Monaten wird der bevorstehenden Europa- und Bundestagswahl gelten. Die wichtigen Volksentscheide werden bei den regelmäßigen Treffen jeden zweiten Donnerstag im Monat ebenso im Mittelpunkt stehen, wie verstärkte Mitgliederwerbung.

Im 4200 Einwohner zählenden Bennigsen gibt es lediglich 44 SPD-Mitglieder, der Altersdurchschnitt liegt bei 64 Jahren. Auffallend ist auch die Tatsache, dass es in der SPD-Abteilung des Deisterortes sehr wenig Frauen und jüngere Mitglieder gibt.

Das wollen die Bennigser Sozialdemokraten nun ändern, indem sie sich nicht nur auf Politik beziehen, sondern ebenso auf das kulturelle und gesellschaftliche Miteinander. So ist für den Sommer beispielsweise eine Wiedervereinigungsfahrt nach Thüringen mit Besuchen der Landeshauptstadt Erfurt und des geschichtsträchtigen Gotha geplant.

Da die Jubilare Rosi Töpfer und Roland Torno, die 40 und 25 Jahre der SPD angehören, an der Hauptversammlung nicht teilnehmen konnten, wird ihnen die Ehrung daheim zuteil. Die anstehenden Wahlen beschränkten sich auf die Besetzung des Schatzmeisterpostens, da Amtsvorgänger Udo Selend nicht mehr zur Verfügung steht. Für ihn rückt Evelyn Brandt nach. Die Neuwahl des Gesamtvorstandes steht erst 2010 an.

Bei den abschließenden Diskussionen plädierte der als Gast anwesende designierte Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Springe, Eberhard Brezski, erneut für die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule in Springe.

Der Gestorfer Bankkaufmann sieht in der ablehnenden Haltung der CDU, ähnlich wie der ebenfalls anwesende gegenwärtige Ortsvereinsvorsitzende Axel Schulte-Czichon, eine Steilvorlage für die SPD, die die in den benachbarten Städten erfolgreich praktizierte neue Schulform auf einen guten Weg bringen will: „Wir lassen uns von dem wilden Geheul der Springer CDU, die noch im vorigen Jahrhundert lebt, in keiner Weise beeindrucken“, so Brezski.

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