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Staatsanwaltschaft gibt offiziell Ende der Ermittlungen bekannt / „Keine neuen Erkenntnisse“

Bennigser Millionen-Raub: Verfahren eingestellt

Bennigsen (ric). Die Staatsanwaltschaft Hannover hat ihre Ermittlungen im Fall des Millionen-Raubs auf dem Rittergut Bennigsen eingestellt. Mehr als fünf Monate nach dem spektakulären Einbruch gibt es keine heiße Spur, der nachgegangen werden könnte, sagte Oberstaatsanwältin Irene Silinger auf NDZ-Nachfrage. „Momentan haben wir keine neuen Erkenntnisse in dem Fall“, sagte Silinger.

Hinter diesem Tor ereignete sich im Oktober vergangenen Jahres d

Mitte Oktober waren Unbekannte auf das Grundstück von Freiherr Roderic von Bennigsen eingedrungen, hatten wertvolle Kunstgegenstände (Schmuck, Silberleuchter, Orden, Gemälde) und eine drei Millionen Euro teure Geige gestohlen. Nach der Stradivari wurde international gefahndet. Die rumänische Polizei hatte am Schwarzen Meer ein wertvolles Instrument sichergestellt, das aus demselben Baujahr (1721) stammt – wie berichtet handelt es sich dabei jedoch nicht um die Geige derer von Bennigsen, jenem Instrument, das von Musikerin Jeanne Christée gespielt wurde.

Dennoch: „Wenn neue Hinweise auftauchen, wird ihnen selbstverständlich nachgegangen“, sagte Silinger. Die Polizei hatte bereits im vergangenen Jahr umfangreiche Vernehmungen durchgeführt, Familienmitglieder, Angestellte und Nachbarn verhört. Auch ehemalige Mitarbeiter und Hobbyreiter, die auf dem Gelände Pferde halten, sind befragt worden. Bislang allerdings ergebnislos.

Die Täter hatten das Rittergut Bennigsen am Abend des 17. Oktober vergangenen Jahres heimgesucht. Als Hausherr Roderic von Bennigsen gegen 22 Uhr abends nach Hause kam, bemerkte er den Verlust. Der Gesamtschaden beläuft sich nach NDZ-Informationen auf rund fünf Millionen Euro.

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