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Neues Erschließungskonzept im Ortsrat vorgestellt / Kleine Schritte sollen zum Erfolg führen

Baugebiete: Aden bittet um „klaren Auftrag“

Bennigsen (zett). Den erhofften „klaren Auftrag“ bekam Baudezernent Hermann Aden noch nicht vom Bennigser Ortsrat. Er hatte den Politikern am Mittwochabend eine neue Variante zur Baugebiets-Entwicklung im Süllbergort vorgetragen. Sie sieht quasi eine Erschließung der kleinen Schritte vor.

Das umstrittene Baugebiet „Zur Schille“, hier ein Ar

Mit dem Konzept, das zuvor von den vier Ortsratsfraktionen und von der Verwaltung erarbeitet worden war, soll endlich Bewegung in den schleppenden Prozess kommen. „Es wurde dringend Zeit, dass wir uns etwas einfallen lassen“, so Aden.

Kein Trend mehr zum riesigen Grundstück

Die neue Idee bezieht sowohl Bauflächen am Ortsrand wie auch eine Verdichtung im Kern ein. Aber: Anstatt sich auf größere Gebiete wie die umstrittene Schille zu konzentrieren, will sich Aden von kleinen zu größeren Flächen vorarbeiten: „Den Trend zum 1500-Quadratmeter-Grundstück, den gibt es nicht mehr“, beschrieb Aden die Lage.

Der neue Vorschlag zielt darauf ab, insbesondere die Probleme der Kanalisation zu lösen. Die ist, genau wie das Klärkwerk, bereits jetzt völlig überlastet (NDZ berichtete). Die Lage soll durch eine Trennung von Schmutz- und Regenwasser entschärft werden – eine Variante, die laut Aden in Gestorf „seit einigen Jahren mit entsprechendem Erfolg“ praktiziert werde. Mit der neuen Baugebiets-Variante könne auch die Renovierung des Kanalnetzes „mit einem wirtschaftlichen Einsatz“ vorgenommen werden, so Aden. Denn dann sei bereits viel Vorarbeit geleistet, wenn es einmal an die großen Grundstücke gehe.

So soll in diesem oder im nächsten Jahr mit der Erschließung beispielsweise am Narzissenweg oder am Prellenkamp begonnen werden und über den Seewiesenweg, die Breslauer Straße oder das Gebiet „Bennigsen Ost“ bis zur Schille vorgearbeitet werden. In dem über Jahre umkämpften Gebiet seien die Preise „immer noch verdorben“, so Aden, „und wir können keine beliebig hohen Summen für Ackerland bezahlen.“ Jetzt, gab er den Ortsratsmitgliedern auf den Weg, „erbitte ich mir eine Vorgabe, wie wir vorgehen sollen“ – einen klaren Auftrag eben.

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