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B 217-Baustelle: Die wichtigsten Fragen und Antworten

SPRINGE. Ab Donnerstag wird es eng auf der Bundesstraße 217: Nicht wegen des Ferienstarts – sondern weil gut drei Wochen lang zwischen dem Abzweig Bad Münder und der Ausfahrt Alvesrode/Gestorf die Fahrbahnoberfläche erneuert wird. Wir erklären Ihnen, was Sie als Autofahrer jetzt wissen müssen.

Abfahrten gesperrt: Die offizielle Umleitung im ersten Bauabschnitt führt über Völksen und Eldagsen. GRAFIK: STORCH

Autor:

SANDRA HERMES UND CHRISTIAN ZETT

Warum muss denn da schon wieder gebaut werden?

Weil bei der Fahrbahnerneuerung vor sechs Jahren nicht alles geklappt hat: Damals habe man die Oberflächenmischung so verbaut, dass Spurrinnen vermieden werden, sagt Baubehördenchef Markus Brockmann. Das habe aber dazu geführt, dass die Fahrbahn kaum sichtbare Risse bekommen hat. „Das merkt man beim Fahren nicht. Aber wenn da Wasser eindringt, bekommen wir irgendwann ein Problem.“ Ein neues Gemisch soll jetzt Abhilfe verschaffen.

Und das Geld müssen wir als Steuerzahler auf den Tisch legen.

Nein – beziehungsweise: jein. Den Löwenanteil der Sanierung zahlt tatsächlich die Baufirma von damals – und zwar im Rahmen der Gewährleistung. Man habe sich nach harten Verhandlungen geeinigt, so Brockmann – denn ganz eindeutig war die Rechtslage offenbar nicht. 15 000 Euro kommen dann doch noch aus dem Steuersäckel: Diese Summe zahlt der Bund für einige technische Verbesserungen.

Was kommt auf uns Autofahrer zu?

Einige Unannehmlichkeiten. Zwar hat die Behörde die Sanierung extra auf die Ferienzeit gelegt, trotzdem gibt es Auswirkungen. Während der Arbeiten bis 14. Juli gibt es statt zwei nur eine Fahrspur pro Richtung. Und: Die Auf- und Ausfahrten Eldagsener Straße, Osttangente und
Gestorf/Alvesrode werden gesperrt – bis 1. Juli in Richtung Hameln, dann in Richtung Hannover.

Warum dauern die Arbeiten gleich mehrere Wochen?

Eigentlich, sagt Brockmann, würden sie noch länger dauern: Denn es wird nur die oberste Fahrbahnschicht in einer Dicke von 3,5 bis vier Zentimetern abgetragen, sogar die Fahrbahnränder samt Markierungen sollen nach Möglichkeit erhalten bleiben: „Sonst würden wir das so schnell gar nicht schaffen.“

Wo fährt man lang, wenn man nach Springe möchte?

„In der Zeit des ersten Bauabschnitts werden die Autofahrer, die aus Richtung Hannover kommen, über Völksen umgeleitet“, erklärt Timo Bertel von der Stadt Springe. Konkret bedeutet das: Man fährt bereits in Völksen ab und kommt dann über die Kreisstraße nach Eldagsen und die Landesstraße vorbei am Wisentgehege Richtung Springe in die Kernstadt.

Im zweiten Bauabschnitt – wenn die Fahrbahn in Richtung Hannover saniert wird – gibt es zwei Umleitungen: Einmal, in dem man bis Völksen durchfährt – und von dort in die Gegenrichtung wieder zurück. „Die zweite Möglichkeit führt über die Hamelner Straße. Betroffene nehmen einfach die Abfahrt bei Dahle“, sagt Bertel. Im ersten Abschnitt sollten Autofahrer diese Möglichkeit wegen des höheren Verkehrsaufkommens meiden, rät die Stadt.

Gibt es verstärkte Kontrollen?

Die Polizei rechnet nicht mit Mehraufwand. „Wenn es zu Problemen kommt, werden wir uns das schon anschauen“, erklärt Polizeioberkommissar André Kix. Er warnt vor längeren Wartezeiten. „Natürlich müssen die Autofahrer Geduld aufbringen.“

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