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SPD und CDU küren in wenigen Tagen ihren Bürgermeister-Kandidaten / Sitzungen sind öffentlich, die Wahlen geheim

Auf der Suche nach dem Einen

Springe. Es kann nur Einen geben: Die Mitglieder der SPD und der CDU bestimmen in den nächsten Tagen, wer für sie in den Bürgermeister-Wahlkampf zieht. In jeder Partei gibt es drei Bewerber – mindestens. Die Sitzungen am 30. September (CDU) und am 9. Oktober (SPD) versprechen, hochspannend zu werden.

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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Der Urnengang ist geheim, daran führt sowohl bei den Sozialdemokraten als auch bei der Union kein Weg vorbei. SPD-Chef Eberhard Brezski hat dafür im Ratskeller in Eldagsen einen Extra-Raum reserviert, die Vorsitzende der CDU Springe, Elke Riegelmann, hat eine Wahlkabine bestellt. Die Stimmzettel sind bereits gedruckt. „Mit Platz für einen möglichen vierten Bewerber“, wie Brezski und Riegelmann übereinstimmend verraten.

Bei der SPD gehen Volker Gniesmer (Bennigsen), Bastian Reinhardt und Hartmut Albers (beide Kernstadt) ins Rennen. Für die CDU kandidieren Ralf Burmeister (Eldagsen), Torsten Luhm (Alvesrode) und Udo Niemann (Bennigsen). Weitere Interessierte haben sich bislang nicht gemeldet, können an dem Abend aber auch spontan ihren Hut in den Ring werfen.

Die Bewerber werden sich vorstellen. Unendlich Zeit haben sie dafür nicht. „Jeder hat maximal 20 Minuten“, nennt Brezski eine der Vorgaben. „Dann bleiben zehn bis 15 Minuten für die Fragen der Mitglieder.“ Bei der CDU müssen für die Vorstellung sogar sieben Minuten reichen.

Weniger als bei der SPD erfahren die Christdemokraten vermutlich trotzdem nicht über die Kandidaten: Burmeister, Niemann und Luhm haben das Angebot des Vorstandes genutzt, vorab jedem Mitglied ein Din A 4-Blatt mit ihren persönlichen Daten zu schicken. Die Kurzvorstellungen sind zusammen mit der Einladung zur Sitzung versandt worden. Für Riegelmann ein Vorteil dieses Verfahrens: „Die Vita der Kandidaten ist am Wahl-Abend bereits bekannt und sie können direkt auf ihre Ziele eingehen.“

Der SPD-Ortsverein Springe hat gut 300 Mitglieder, bei der CDU sind es 230 Mitglieder. Brezski und Riegelmann rechnen mit mindestens 60 Teilnehmern – hoffen aber auf deutlich mehr. Das sollte klappen: Jeder Kandidat wird einen Fankreis mobilisieren. Und den Mitgliedern müsste klar sein, dass ihre Stimme selten so viel Gewicht hatte wie jetzt. Bei der vorigen Bürgermeister-Wahl gab es jeweils nur einen Bewerber.

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