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Sanierung der Bürgermeister-Peters-Straße: Drei gefällte Bäume sorgen für Irritationen

Anwohner fühlen sich überrumpelt

Springe (jemi). Drei gefällte Bäume an der Bürgermeister-Peters-Straße – sie empören die Anwohner gewaltig. „Wir haben das Gefühl, von der Verwaltung vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Das wollen wir so auf keinen Fall hinnehmen“, ärgert sich Sepp Fleischmann.

Erste Sanierungsmaßnahmen: Drei Bäume sind verschwunden. Die Anwohner sind von der Vorgehensweise der Stadt empört.  Foto: klm

Schließlich har es politisch noch keinen endgültigen Beschluss gegeben, der besagt, in welchem Umfang die Sanierungsmaßnahmen an der Bürgermeister-Peters-Straße durchgeführt werden. Die am Montag gefällten Bäume passen aus Fleischmanns Sicht nicht zu vorherigen Aussagen der Verwaltung.

Wie berichtet hatte der Verwaltungsausschuss in der vergangenen Woche die Entscheidung zur Sanierung der Straße zurück in den Tiefbau-Ausschuss gegeben. Baufachbereichsleiter Hermann Aden hatte in diesem Zusammenhang erklärt, dass die Anregungen aus der Anwohnerversammlung vernünftig aufbereitet werden sollen.

Gestern sagte Aden, das Fällen der Bäume habe aus Naturschutzgründen bis zum Montag geschehen müssen. „Dass es dort Baumaßnahmen geben wird, steht schließlich fest. Über einige Details der Sanierung wird aber noch abgestimmt“, betont Aden. Rückendeckung erhält er von Bürgermeister Jörg-Roger Hische: „Eine Grundsatzentscheidung zur Sanierung ist im vergangenen Tiefbau-Ausschuss getroffen worden.“ Der Verwaltungsausschuss habe das so bestätigt – und nun würden die weiteren Details in der öffentlichen Bauausschusssitzung am 15. März besprochen werden. Doch diese Botschaft ist offenbar nicht bei allen Verwaltungsausschuss-Mitgliedern angekommen. Ratsherr Bernd-Georg Höfer zeigte sich gestern auf Anfrag irritiert – einen so frühzeitigen Beginn der Arbeiten habe er nicht erwartet.

Die Anwohner haben sich gestern auch noch einmal schriftlich an die Stadt gewandt. In ihrem Brief verlangen sie erneut, die angedachten Parkbuchten zwischen den Bäumen auf der Südseite nicht anzulegen. Sie befürchten etwa durch das Zuschlagen von Autotüren eine vermehrte Lärmbelästigung. Außerdem fordern die Anwohner eine Reduzierung der Anliegerbeiträge und eine „gerechte Kostenverteilung“. Schließlich steige die Belastung für die Fahrbahn vor allem durch die zahlreichen Busse, die von allen Bürgern genutzt würden.

„Die Bürgermeister-Peters-Straße ist ein Hauptverkehrsweg“, sagt Aden. Deshalb gebe es auch Fördermittel. Da der Straßenkörper veraltet sei, müsse ein Komplettausbau erfolgen.

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