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Andreas Schmidt in Springe: Nur der Autor kennt den Täter

SPRINGE. Kein Mord ist ihm zu schade, um nicht detailliert in seinen Kriminalromanen zum Besten gegeben zu werden: Krimifans schätzen und lieben , Andreas Schmidt deshalb. Nun war der 1969 in Wuppertal geborene Krimi-Autor zu Gast in Springes Stadtbibliothek, im Gepäck sein neuster Nordseekrimi.

Mit Hut: Andreas Schmidt liest aus seinem neuen Krimi. FOTO: KRAUSE

Autor:

REINHOLD KRAUSE

Nach „Watten Mord“ setzte er nun das Geschehen um die Kommissarin Wiebke Ulbricht und ihrem Kollegen Jan Petersen von der Kripo Husum mit seinem neusten Werk fort. Schmidt umreißt die Handlung mit folgenden Sätzen: „Eine Brandserie hält die Kripo Husum in Atem. Kommissarin Ulbricht und ihr Kollege Petersen ermitteln erfolglos. Als beim Brand eines Hofes auf Sylt ein Mensch stirbt, nimmt der Fall eine Wendung. Bei dem Toten handelt es sich um den Investor einer auf Sylt geplanten Ferienhaussiedlung am Meer“.

Der Autor hat eine besondere Art, die Anwesenden mit seiner Krimilesung zu unterhalten. Spannend, detailgetreu und facettenreich sind sie allemal, die Texte, die er aus seinem Nordseekrimi am Donnerstagabend stehend vorträgt. So viel Zeit wie er benötigt, seine ausgewählten Textpassagen vorzutragen, investiert er auch zwischen den einzelnen Kapiteln, um über die Entstehung, die Zufallsideen und die Inaugenscheinnahme der Orte zu erzählen. Ob Tatorte, Wohnungen einschließlich des Mobiliars oder Werksanlagen wie das Kernkraftwerk in Grohnde, nichts überlässt er dem Zufall, alles ist genauestens recherchiert. Wer seine drei Weserkrimis „Tödlicher Schnappschuss“, „Weser Tod“ oder „Todesduft“ gelesen hat, benötigt für einen Weserausflug zwischen Hameln und Holzminden keine Landkarte mehr, so detailliert sind seine Beschreibungen.

Schmidt plaudert gern über seine Arbeit. Schon früh entdeckte er seine Liebe zum Schreiben. Anfangs als Redakteur einer Schülerzeitung, später haupt- und freiberuflich als Journalist. Wer kennt sie nicht die „Schmöcker“, Romane wie Jerry Cotton oder Irrlicht im 60-Seitenformat. Auch hier war er eine Zeit lang zu Hause und viele Krimi- und Gruselgeschichten entstammten seiner Feder.

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